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Bambi
Still und leis` am Wegesrand,
steht es äsend dort,
du hast das Fernglas in der Hand,
sei ruhig, sonst ist es fort.
Es hebt sein Köpflein, schaut umher,
mit Augen schwarz und groß,
die großen Lauscher dienen sehr,
was denkt das Rehlein bloß?
Sein Fellkleid ähnelt einem Pilz,
rotbraun mit weißen Flecken,
es ist so warm und weich wie Filz,
magsts Händlein gern ausstrecken.
Es scharrt im Moos mit seinen Hufen,
mümmelt Wurzeln, Gras und Kraut,
du hörst es Fiepen, wie Rehlein rufen,
ein greller, hoher Laut.
Gemächlich aus dem Unterholz,
kommt die Mutter angestakst,
auch der Vater der folgt stolz,
dich zu rühren du nicht wagst.
Doch wie das Schicksal nun man will,
musst du niesen im Versteck,
jetzt ist es leider nicht mehr still,
die Rehe sind gleich weg.
Die Häupter heben sie erschrocken,
stampfen auf und eilen fort,
man kann sie leider nicht anlocken,
sind jetzt an einem and'ren ort
Sabine Müller...
Das Bambi hinter'm Zaun
Da steht das Bambi hinter seinem Zaun
Weil ohne Zaun kann ihm sein Herr nicht trau’n.
Bestimmt gäb’s draußen in der großen weiten Welt
So vieles schönes was auch ihm gefällt.
Doch leider ist es hinter diesem Zaun
Und sieht die Menschen die zum ihm nur schau’n.
Es fragt sich immer wo die Menschen kommen her
Die frei herum gehen und das ist nicht fair.
Es denkt sich hinter diesem hohen Zaun
Warum musste man denn diesen so hoch bau’n.
Warum ist er denn nicht wie bei Menschen klein
Dann könnte er so frei wie diese sein.
So steht es täglich hier an diesem Zaun
Und es kommt ihm langsam schon das grau’n.
Es denkt sich wenn ich einmal bin ganz groß
Dann diesen Zaun ganz einfach nieder stoß.
So geht es hinter diesem hohen Zaun
Ganz einfach weiter und lässt die Menschen schau’n………
Luis Walter
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