Hallo zusammen,
meine Eltern waren verreist und ich habe die Zeit an drei Abenden genutzt, um einen Film zu schauen.
An zwei Abenden bin ich sehr früh eingeschlafen und dann gegen 2 Uhr aufgestanden, um was zu recherchieren, zu lesen etc.
Für mich ist sowas total ungewöhnlich, da ich meine „Freizeit“ in den Abendstunden sonst nur nutze, um mich fortzubilden, zu lernen, oder irgendwas Produktives zu tun. Ich habe enorme Probleme damit, abends mit dem Gewissen ins Bett zu gehen, nichts wirkliches im privaten Bereich geleistet zu haben.
In der Arbeit gebe ich immer Vollgas und habe mich in den letzten Jahren abends immer dementsprechend auch privat weitergebildet.
Um noch etwas weiter auszuholen:
Seit guten 3 Monaten beschäftige ich mich doch recht intensiv mit Poker und habe großen Gefallen daran gefunden.
Zu meiner Verwunderung hält diese Begeisterung so lange an, denn normalerweise kann ich mich auf kurze Zeit extrem für etwas motivieren, lasse mich dann aber sehr schnell wieder „raus“ bringen und will dann irgendwann meist gar nichts mehr davon wissen.
Problematisch ist es bei mir auch, zwei Dinge parallel zur gleichen Zeit „gut zu finden“ bzw. für zwei Dinge gleichzeitig motiviert zu sein. Ich will immer 100 % in etwas geben, mich da voll mit beschäftigen und dann zu merken, dass dieser Fleiß zum Erfolg führt.
Was mir an Poker so gefällt, ist das direkte Feedback, was man nach jeder Session bekommt.
Theoretisch kann ich an einem Abend Theorie pauken, diese direkt danach an den Tisch umsetzen und spüre dann direkt: „Ahh, das hat sich gelohnt! Du hast dazu gelernt!“
Diese radikale Einstellung ist gewissermaßen prima, andererseits aber auch total furchtbar, da man sich so extrem auf etwas fokussiert!
Am Wochenende habe ich erstmals den Gedanken gehabt, ob ich mit dem Pokern wieder aufhören soll.
Lohnt sich diese viele Zeit, die ich investiert habe / investieren werde?
Nimmt einen das Ganze auf lange Sicht gesehen vllt. psychisch doch ein bisschen zu sehr mit? Ein gutes schlechtes Resultat wirkt sich teilweise schon auf die Laune aus.
Und natürlich stellt man sich am Anfang alles einfacher vor und ist mit seinem Ertrag nicht zufrieden.
Schnell habe ich aber erkannt, dass es unglaublich falsch wäre, jetzt schon das Handtuch zu werfen.
Zu Beginn meiner Karriere bin ich in wenigen Tagen fast $70 oder $80 nach unten gerasselt, nun kann ich sagen, ich habe den August „positiv“ abgeschlossen.
Ich spiele erst so kurze Zeit und kann noch soviel lernen!
Ich WILL auch besser werden – es fasziniert mich einfach nur wie Leute wie z. B. Negreanu es schaffen, die Hände von Leuten oft so gut zu lesen und daraufhin richtige Entscheidungen zu treffen.
Meine Hand-reading-Skills sind so schlecht, dass ich gestern nach einer missglückten Session „Angst“ hatte mich wieder an die Tische zu setzen.
Es war noch nie meine Art aufzugeben und ich verbiete es mir selbst, jetzt, mit all den Erfahrungen die ich gesammelt habe, einfach wieder mit allem aufzuhören, wie ich es früher so oft getan habe.
Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Heute werde ich weiter mit den BalugaWhale-Serien von DC weitermachen.
Außerdem wollte ich mich mal in dem Thread von – ich meine es war Salty – umgucken bzgl. der Lerngruppe!
Komischer Post, aber ich hoffe er wird gelesen!

Grüße,
Buddy