Das kommt darauf an, was Du damit meinst.
"Intimidating" heisst ja generell, jemanden einzuschüchtern. Das könnte man im Poker ja auf zwei Arten machen:
- Loose/Agressive spielen: Z.B. an einem SH NL Tisch, so wie es Onkel Doyle in Super/System 1 erklärt. Damit erreichst Du, dass Spieler Dir aus dem Weg gehen, weil Du oft raist/re-raist und somit (hoffentlich

) viele Pots auf dem Flop klauen kannst, wenn niemand etwas getroffen hat.
- Verhalten am Tisch: Sich so zu verhalten, dass die anderen eingeschüchtert sind, hierbei gibt es viele Möglichkeiten.
Vom Spielverhalten her ist es meiner Meinung nach entscheidend, mit was für Gegnern es Du zu tun hast, und ich würde niemandem empfehlen, immer genau gleich zu spielen.
Andernfalls könntest Du Probleme bekommen: Selbst tight/passive Spieler könnten anfangen, Dir aufzulauern, da Du ja aggressiv und einschüchternd wirkst. Leute fühlen sich so irgenwann einmal von Dir herausgefordert und fangen an, mehr zu check-raisen oder solche Dinge.
Vom generellen Verhalten am Tisch her behandle ich persönlich alle Menschen so, wie ich selbst behandelt werden möchte, ich bin anständig und nett mit allen. Wenn mir jemand auf den Keks geht, dann ignoriere ich ihn einfach.
Was wohl in jedem halbwegs vernünftigen Pokerbuch steht ist auch meine Meinung: Was ist Euch lieber, Pots an einen arroganten Idioten zu verlieren oder an einen netten Kerl, der sich noch fast entschuldigt, dass er jetzt gewonnen hat. Gutes Beispiel für letzteres Verhalten ist zum Beispiel Dan aus Kanada

.
Aber alles in allem kommt es bestimmt auf den Einzelnen an (Charakter, Alter, Aussehen, etc.), wie "Intimidating" man in gewissen Situationen wirken kann. Wenn man sich Pros anschaut, gibt es auch solche, die mich bestimmt nicht einfach so einschüchtern könnten, wenn sie mich mal böse anschauen (Chris Moneymaker ?

). Dann gibt es aber solche, die sehr wohl einschüchternd wirken können, wenn sie wollen (Chris Ferguson, Sammy Farha).