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Cowboys
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Registriert: Do 8. Mär 2007, 14:36
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Beitrag Verfasst: Di 29. Mai 2007, 19:26 
 
Kill Phil: The Fast Track to Success in No-Limit Hold 'em Poker Tournaments von Blair Rodman und Lee Nelson

Ich habe mich mal durchgelesen. Es handelt sich, wie der Titel schon sagt, um ein reines Tourney-Buch. Die Hauptstrategie, auf der hier aufgebaut wird, wurde schon vorher von David Sklansky in seinem Buch "Tournament Poker for Advanced Players" unter dem Namen "the System" vorgestellt.

Die in diesem Buch vorgestellte Strategie ist aber weitaus ausgearbeiteter als Sklansky dies noch getan hatte. So wie ich die Sache sehe, eignet sich dieses Buch auch für Leute im Anfangsstadium, die schon ein paar Grundlagen kennen. Die Autoren schlagen dem Anfänger vor, ihr Buch als Basisstrategie zu nutzen, um dann später und auch mit anderer Literatur mit dem Rest vertrauter zu werden.

Das Buch ist in 4 Teile gegliedert:
    Beginning Considerations
    The Kill Phil Beginner Strategies
    The Kill Phil Intermediate Strategies
    Advanced Kill Phil Strategies

Der Titel des Buches sagt im Prinzip schon, was der Grundtenor ist. Mit konstantem "Longball"-Spiel wird vor allem gegen die Strategie von "Phils", sprich von professionellen Spielern angegangen, die mit ihrer enormen Erfahrung lieber "Smallball" spielen und so in Tourneys Chips ansammeln.

Die Strategie ist ziemlich umstritten und laut den Buchautoren würde mann durch dieses Spiel ab und zu böse Worte zu hören bekommen, im Stile von "thats not Poker". Es ist aber ganz klar eine funktionierende Turnierstrategie, mit der man vermutlich auch relativ weit kommt, ohne viel Ahnung von Poker im Allgemeinen zu haben.
Es gibt deshalb auch schon seit einiger Zeit Pros, die für den Main-Event der WSOP und andere wichtige Events ein anderes Format vorschlagen, bei dem solche Strategien ausgehebelt werden (z.B. Pot-Limit).

Insgesamt ein interessantes Buch, bei dem man einige Teile je nach Spielstil vielleicht auch in sein eigenes Spiel einbauen kann.
Vor allem in späteren und Phasen von Turnieren sieht man viele Spieler genauso spielen, das Buch ist also auch im Sinne von "know your enemy" lehrreich. ;)

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"Sir, the possibility of successfully navigating an asteroid field is approximately 3,720 to 1!" - "Never tell me the odds!" - Han Solo.

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Cowboys

Registriert: Mo 26. Mär 2007, 13:27
Beiträge: 107

Beitrag Verfasst: Di 29. Mai 2007, 19:55 
 
Auch wenn ich mich jetzt leider outen muss. Aber was ist unter Smallball und Longball genau zu verstehen?

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Cowboys
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Registriert: Do 8. Mär 2007, 14:36
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Wohnort: Zurich

Beitrag Verfasst: Di 29. Mai 2007, 20:53 
 
Die Definition ist im Buch in etwa so:

Small Ball: Solides Pre- und Postflop play. Dieser Spielstil erfordert grossen Aufwand und sehr viel Spielpraxis. Small Ballers sind in viele Pots involviert und warten auf die besten und fettesten Gelegenheiten. Wenn jemand so eine Gelegenheit bietet, knallen sie ihn ab. Die Lieblingsphase eines Smallball-Spielers ist Post-Flop, da er durch seine (teilweise jahrelange) Erfahrung den grösseren Vorteil als ein eher unerfahrener Spieler.

Long Ball: Viel einfacher zu erlernendes System, bei dem vor allem Pre-Flop schon etwas getan wird (oft ein All-In move). Prinzipiell versucht man (vor allem in unraised Pots) durch all-in raises die Small-Baller zur Verzweiflung zu bringen, viele Pros spielen lieber ihr Small-Ball und gehen solchen Konfrontationen aus dem weg.

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Hall of Fame
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Registriert: Mo 19. Jun 2006, 19:58
Beiträge: 7869

Beitrag Verfasst: Di 29. Mai 2007, 21:07 
 
Ich finde dei Definition von Small Ball etwas verwirrend. Man sollte vieleicht noch hinzufügen, dass es darum geht in erster Linie kleinere Pötte, sei es pre- oder postflop, abzugreifen, um Chips zu akkumulieren. Es sie denn natürlich man hat eine Hand, mit der es sich lohnt einen großen Pot zu spielen.

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BalugaWhale hat geschrieben:
It does not make our life easy for us to play, it makes our life correct. And more full of money.

pokerstar77 hat geschrieben:
Wer hier flamen will soll halt zu ps.de gehen.

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Cowboys
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Registriert: Do 8. Mär 2007, 14:36
Beiträge: 120
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Beitrag Verfasst: Di 29. Mai 2007, 22:39 
 
Parvex hat geschrieben:
Ich finde dei Definition von Small Ball etwas verwirrend. Man sollte vieleicht noch hinzufügen, dass es darum geht in erster Linie kleinere Pötte, sei es pre- oder postflop, abzugreifen, um Chips zu akkumulieren. Es sie denn natürlich man hat eine Hand, mit der es sich lohnt einen großen Pot zu spielen.


Stimmt genau :) Also so, wie man zum Beispiel in NL cash games spielen könnte. Eine Longball-Strategie würde in so einem Fall, ausserhalb eines NL-Turniers, nicht wirklich funktionieren.

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Cowboys

Registriert: Mo 26. Mär 2007, 13:27
Beiträge: 107

Beitrag Verfasst: Di 29. Mai 2007, 22:46 
 
Vielen Dank :) Mal wieder was dazu gelernt :)

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