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Ducks

Registriert: Di 24. Jul 2007, 08:59
Beiträge: 11

Beitrag Verfasst: Do 2. Aug 2007, 14:30 
 
Hi,

ich muss sagen, dass mir die erste Bietrunde beim Pokern am schwersten von allen fällt. Nachdem Flop kann man mit Pot Odds und Odds/Outs arbeiten, die einem ziemlich genau sagen, ob man den Flop getroffen hat oder nicht und wie man sich im weiteren Spielverlauf verhält. In der ersten Bietrunde gibt es so was nicht. Ich habe bisher immer nach Bauchgefühl in der ersten Bietrunde gespielt. Natürlich habe ich nicht gänzlich nach Bauchgefühl gespielt. Ich weiß, dass die Positionen eine wichtige Rolle spielen und ich habe relativ bald wo ich mit Poker angefangen habe, mir eine Startblatt Ranking Liste mit einzelnen Gruppen ausgedruckt.
Die Liste war für den Anfang ganz gut, jedoch weißt sie auf Dauer zu viele Mängel aus, sodass ich mir Literatur (Die Poker Schule und Poker mit System) zu gelegt habe. Aber bezüglich der ersten Bietrunde war die Literatur richtig enttäuschend und hatte die gleiche/ähnliche Mängel wie die Liste aus dem Internet. In Poker mit System gibt es eine Liste, die beschreibt wie man sich an einer Position mit einer bestimmten Kategorie verhält. Hört sich ja erst mal gut an. Problem dabei ist jedoch, dass sich die Beschreibung auf die Attribute raise, reraise, open, call und fold beschränkt und daher sehr ungenau ist. Open bedeutet kleinen raise machen bzw. kleine raisen callen. Aber was zum Teufel ist ein kleiner raise ? 2BB, 2,5BB oder 3BB ? Wo ist die Grenze bei Open ? Auch beim Call, wo ist da die Grenze ? Bei 10 BB ? Da steht nichts !! Genauso bei raise und reraise. Ich werde doch keinen reraise machen, wenn einer schon 20 BB gesetzt hat. Jedenfalls nicht in den meisten Fällen. Auf gut deutsch die Liste taugt nichts bzw. hilft mir nicht weiter. Was ich bräuchte wäre eine Liste die mir Auskunft darüber gibt, welche maximalen Betrag ich mit welchem Blatt an einer bestimmten Position mitgehe/raise kann. Z.B. max. 5BB für 1. Kategorie in Position SB/BB. Das heißt nicht, dass bei Karten der ersten Kategorie immer vor mir 5BB liegen. Ich werde selbst verständlich auch mal nur 4BB oder 3BB callen/raisen um nicht durchschaubar zu werden. Ein max. Betrag lässt schließlich die Türen nach unten hin offen. Auch werde ich manchmal einen Betrag setzen, der eigentlich über den max. Betrag liegt, um meine Gegner zu verwirren. Gibt es solche Richtlinien ? Ich weiß sehr wohl, dass meine Entscheidung auch von anderen Dingen, wie z.B. ob der Tisch eher tight-passive oder loose-agressiv ist, beeinflusst wird. Aber solche Richtlinien wären mal zumindest einen Ansatz. Wenn es so etwas nicht gibt, könnte mir vielleicht einer Literatur empfehlen welche die erste Bietrunde genauer behandelt.

MfG Blindstealer

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Bot

Registriert: Do 29. Jun 2006, 17:48
Beiträge: 2665
Wohnort: in the long run

Beitrag Verfasst: Do 2. Aug 2007, 14:46 
 
gehts hier um sh oder fr?

allgemein kannst du handcharts eigentlich eh vergessen. (voraussetzung: stacks ca. 100bb)
am einfachsten ist es, immer denselben betrag zu raisen. 3-4bb+ 1 weiterer pro limper ist am besten.

als überblick, mal ein chart für sh. (von mir) :wink:

utg: 22+; AJo+; ATs+; KQs;
mp: dasselbe +KQo; QJs
co: 22+; A9o+; A7s+; KJ+; 54s+
btn: 22+; A8o+; Axs; KT+; 54s+; 53s+; any broadway; 89o+

diese hände eignen sich generell, um first-in zu raisen bzw. auch je nach verhalten der gegner, diverse limper zu raisen. generell solltest du bei sh niemals open limpen! mit den Händen kannst du auch raises vor dir callen, kommt allerdings stark auf die gegner an und dabei ist wichtig, schwächere hände wie z.b. KJo zu folden.

aus den blinds solltest du generell eher tight spielen für den anfang. also am besten die utg range verwenden.

diese ranges sollen nur zur orientierung dienen und man sollte mehr als nur ein Programm abspulen können.

Ein normales Raise(4bb) vor dir solltest du zu Beginn mal nur AQ+/JJ+ raisen. wichtig dabei ist, dass du auf position achtest und nicht zu klein 3bettest. (ca. 3mal das initial raise) gegen gewisse gegner kann man die range dann beliebig erweitern.
welches level spielst du denn?

_________________
Andy1234 hat geschrieben:
...auch nur gecheckt hätte um dich nicht aus der Hand zu verschäuchen.


Bambi hat geschrieben:
[x] Pokerface for teh il presidente! :D

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Ducks

Registriert: Di 24. Jul 2007, 08:59
Beiträge: 11

Beitrag Verfasst: Do 2. Aug 2007, 16:28 
 
Diesen poste bitte löschen, Fehler meinerseits.


Zuletzt geändert von Blindstealer am Do 2. Aug 2007, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Ducks

Registriert: Di 24. Jul 2007, 08:59
Beiträge: 11

Beitrag Verfasst: Do 2. Aug 2007, 16:43 
 
Hi,
ich bin leider noch ein ziemlicher Anfänger bzgl. der Begriffen, sodass ich den Text nur mehr oder weniger halb verstehe. Ich Liste hier mal die Begriffe aus die ich nicht kenne bzw. nicht sicher bin :

sh - Short-Handed ?
fr - freeroll ?
22+ - was bedeutet das pluszeichen ?
open limpen - Die begriffe sagen mir einzeln was, aber zusammen ?
utg range - utg = under the gun, aber was ist range ?
initial raise - ?

Ich habe vor an Tischen mit 7-10 Leuten zu spielen.

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Straight Ace-High
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Registriert: Fr 12. Jan 2007, 10:28
Beiträge: 390

Beitrag Verfasst: Do 2. Aug 2007, 17:23 
 
Blindstealer hat geschrieben:

sh - Short-Handed ?
fr - freeroll ?
22+ - was bedeutet das pluszeichen ?
open limpen - Die begriffe sagen mir einzeln was, aber zusammen ?
utg range - utg = under the gun, aber was ist range ?
initial raise - ?


SH == Short Handed; Ein Spiel mit maximal 6 Mitspieler.
FR == Full Ring; Ein Spiel mit vollem Tisch also maximal 10 Spieler;
22+ == Das bedeutet alle Pocket Pairs vom zweier Paar aufwärts.
Open Limp == Du bist der erste der in die Hand einsteigt indem du nur Callst. Open bedeutet das du den Pot eröffnest und limpen bedeutet einfach nur zu callen anstatt zu Raisen.
utg range == Die Möglichen Hände die der Spieler Under the Gun spielt. Die Range sind also die Hände die ein Spieler auf der Hand halten kann.
initial raise == Du bist der erste Spieler der einen Raise bringt.

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Cowboys
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Registriert: Do 8. Mär 2007, 14:36
Beiträge: 120
Wohnort: Zurich

Beitrag Verfasst: Do 2. Aug 2007, 17:31 
 
sh - Short Handed
fr - Full Ring (9 oder 10 Spieler halt)
22+ - ein Paar 2en und besser, also 22, 33, 44, 55, 66, u.s.w.
open limpen - wenn Du der erste nach den Blinds bist und einfach callst statt zu raisen.
utg range - die Auswahl an Händen, die Du UTG spielen solltest, laut pokerface wären dies "22+; AJo+; ATs+; KQs;"
initial raise - Wieviel jemand vor Dir raised.


Die Auswahl der Starthände ist abgesehen von Deiner Position von anderen Dingen abhängig:
- Anzahl Spieler.
- Spielverhalten der anderen Spieler (loose, tight).
- Verhältnis der Blinds.
- Dein eigenes Table Image (vorausgesetzt irgendjemand achtet überhaupt auf dieses).

Die beste Lösung meiner Meinung nach ist es, mit einer Liste mit Starthänden zu arbeiten wie Du dies schon getan hast und diese je nach Situation anzupassen.
In Deiner Situation (7-10 Spieler) wird in den meisten Büchern empfohlen, nach einem relativ tighten System zu spielen und vielleicht auch mal mit anderen Händen zu experimentieren (z.B. suited connectors). Nachdem Du ein paar tausend Hände gespielt und experimentiert hast, wirst Du automatisch ein besseres Gefühl für das "preflop play" entwickeln.

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Ducks

Registriert: Di 24. Jul 2007, 08:59
Beiträge: 11

Beitrag Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 22:29 
 
Kann mir vielleicht einer ein gutes Buch empfehlen ?! Das mehr Infos zu dem Thema bereithält, als die von mir genannten Bücher ?

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Hall of Fame
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Registriert: Mo 19. Jun 2006, 19:58
Beiträge: 7869

Beitrag Verfasst: Di 7. Aug 2007, 01:24 
 
Harrington on Hold'Em 1 ist, obwohl es als Turnierbuch läuft, auch für jedes normale Online Micro und Small Stakes Cashgame mehr als zu empfehlen und eigentlich ein Must Read.

Demnächst soll dann auch Harrington on Cash Game erscheinen, inwiefern das an HOH anschließen kan wird sich zeigen. Trotzdem würde ich zunächst HOH1 lesen. Die dort vorgestellte Preflop Strategy macht das Postflopspiel selten kompliziert (was für einen Anfänger eigentlich das wichtigste ist).

Abgesehen davon: Poker by the book suckt. Ein Buch sollte dir nur Richtlinien geben mit denen du selbst experementieren kannst, um herauszufinden, was am besten zu dir passt. Lese die Bücher in erster Linie für Inspirationen.

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BalugaWhale hat geschrieben:
It does not make our life easy for us to play, it makes our life correct. And more full of money.

pokerstar77 hat geschrieben:
Wer hier flamen will soll halt zu ps.de gehen.

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Straight Ace-High
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Registriert: Fr 12. Jan 2007, 10:28
Beiträge: 390

Beitrag Verfasst: Di 7. Aug 2007, 01:43 
 
Small Stakes Hold'em von Slansky, Malmuth und Miller ist auch ein super Buch, gerade für den Einstieg in die Micro Limits. Würde ich bevorzugen vor The Theory of Poker von Slansky.

Auch ein Buch mit viel Inspiration ist das Little Green Book von Phil Gorodn, ein must read wie ich finde.

Also HoH1, Small Stakes Hold'em und das Little Green Book finde ich die perfekte Literatur für den Anfang. Dann kommt weiteres :)

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Hall of Fame
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Registriert: Mo 19. Jun 2006, 19:58
Beiträge: 7869

Beitrag Verfasst: Di 7. Aug 2007, 02:20 
 
Wobei SSHE eher für Limit Spiele geeignet ist, viele der dort vorgestellten Konzepte sind für NLHE einfach nicht gut anzuwenden und könnten dazu ernsthaften Problemen führen.

Man sollte das Buicgh also erst lesen, wenn man in der Lage ist herauszufiltern, was auf NLHE anwendbar ist, was man getrost ignorieren kann und was bei NLHE eher -Ev ist.

Und ToP ist deswegen wichtig, weil es das Bild von Poker verändert und den Fokus auf richtige Entscheidungen legt (s. Fundamental Theorem of Poker) und weg von kurzfristigen Erfolgserlebnissen. Etwas, das SSHE nur kurz anspricht.

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BalugaWhale hat geschrieben:
It does not make our life easy for us to play, it makes our life correct. And more full of money.

pokerstar77 hat geschrieben:
Wer hier flamen will soll halt zu ps.de gehen.

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Jack-Ace

Registriert: Di 19. Jun 2007, 15:30
Beiträge: 45

Beitrag Verfasst: Mi 8. Aug 2007, 17:51 
 
Mit deutschen Pokerbüchern oder sogar Hörbüchern, am Besten auf deutsch, siehts aber noch richtig schlecht aus...

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Ducks

Registriert: Di 24. Jul 2007, 08:59
Beiträge: 11

Beitrag Verfasst: Fr 10. Aug 2007, 14:30 
 
Danke für die vielen Empfehlung. Approppo Tunier : Tunier und Cash Game unterscheiden sich doch nur im großen und ganzen darin, dass beim Tunier die Höhe des Blinds steigt, oder ?

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Royal Flush

Registriert: Mo 12. Mär 2007, 11:03
Beiträge: 1315

Beitrag Verfasst: Fr 10. Aug 2007, 14:41 
 
Von der Struktur her schon, aber wenn du Cashgame wie Turniere spielst, heiße ich dich an meinen Tischen und auf meiner Buddylist herzlich willkommen

_________________
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

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Ducks

Registriert: Di 24. Jul 2007, 08:59
Beiträge: 11

Beitrag Verfasst: Fr 10. Aug 2007, 18:06 
 
Ich meinte ja nur, weil Parvex "Harrington on Hold'Em" empfohlen hat. Mir ist schon klar, dass sie sich auch spielerisch unterscheiden. Das Blindstealing hat z.B. bei Tunieren zum Schluss eine sehr hohe Bedeutung hat, bei Cash Games dagegen nicht. Bei Tunieren werden die Leute am Tisch weniger und man muss dann mehr Karten spielen. Jedoch haben sie auch viel gemeinsam, z.B. den Grundsatz, das man immer im Kontrast zur Spielweise des jeweiligen Tisches spielen soll. Oder liege ich damit falsch ?

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Royal Flush
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Registriert: Sa 14. Apr 2007, 12:59
Beiträge: 1006
Wohnort: am PC

Beitrag Verfasst: Fr 10. Aug 2007, 18:48 
 
Das NL Turnier und NL Cashgame ein grosser Unterschied sind habe ich auch erfahren müssen. Habe nach wochenlangem Turnier- und SnG-Spiel wieder Cashgame gespielt und hatte leichte Startschwierigkeiten. Jetzt gehts aber wieder.
Ein grosser Unterschied ist, finde ich, das man beim Turnier das Ziel hat die Leute vom Tisch zu nehmen, beim Cashgame nicht. Beim Turnier kann man mit einem All-In wesentlich mehr Druck machen als im Cashgame. Blind Stealing im Cashgame ist absolut unnötig, zumindest auf dem Level auf dem ich spiele.

_________________
Zitat:
<phobos> wo bleibt denn dieser kerl namens longrun der angeblich alles wieder in ordnung bringt?

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