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Nigelnico
Ducks
Registriert: Do 5. Apr 2007, 14:44 Beiträge: 12
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 Verfasst: Fr 6. Apr 2007, 21:52 |
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Hallo zusammen, bin neu im Forum und hab direkt mal eine Frage.
Ich schilder nun mal eine Situation vor der ich immer wieder stehe und nie weiß was zu tun ist, ich beziehe mich hier vorwiegend auf Cashgame. (niedrige limits, max 10/25 cent)
Ich bekomme eine relativ starke Hand ausgeteilt z.B. AKs/o etc (kein pärchen). Ich raise preflop um 2 bis 3 Bigblinds. Je nach Position und Anzahl an Spielern erhalte ich dann erfahrungsgemäß 1-3 calls. Nun kommt der Flop z.B 582 Regenbogen. Ich habe also nichts getroffen. Jetzt die Frage wie verhalte ich mich wenn ich A) keine Position habe bzw. B) Position habe und vorher entweder B1) gechecked oder B2) gesetzt wird, B2 interssiert mich insbesondere in einer HU Situation. (wegen der geringeren Wahrscheinlichkeit das mein Gegner was im Flop trifft )
Nun auf den ersten Blick erscheint mir die Situation klar, denn wenn ich nichts habe sollte ich wohl checken bzw bei einem Gebot folden. Aber insbesondere beim Gebot glaub ich meinem Gegner einfach nicht das er was getroffen hat, den mit was, außer einem Paar auf der Hand, sollte mein Gegner den Preflop raise gecalled haben und im Flop was getroffen haben. ( Hier ist der Flop 582 Wichtig, bei z.B. QQJ etc. sieht das anders aus). Es kommt dann häufiger dazu, dass ich ein Gebot stark raise bzw. vorher viel Biete, den ich habe preflop geraised und möchte somit weiter Stärke demonstrieren bzw. keine Schwäche zeigen. Das kann zwar manchmal gut gehen aber des öfteren kann das auch teuer werden. Ich hoffe mein Problem wurde etwas verdeutlich und freue mich auf hilfreiche Antworten  .
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vitti
Possimpible
Registriert: Mo 11. Dez 2006, 10:02 Beiträge: 6340
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 Verfasst: Fr 6. Apr 2007, 22:48 |
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also wenn ich Position habe und zu mir hingecheckt wird -> gibts n raise
wenn ich keine Position habe, ich der Aggressor war - und ich das Gefühl habe keiner meiner Gegner hat was -> auch raise (sofern keine callingstation/maniacs dabei!)
wenn vor mir geraised wurde - kommt auf den typ an - maniac?
bei so nem flop is n set ganz und gar nicht auszuschließen und sofern ich keine reads hätte - klares fold (da einfach die Set Gefahr groß ist - vor allen dingen bei vielen callern)
in einer HU Situation - Gute Frage - kam der Gegner tight rüber? wenn ja kriegt er n fold - ansonsten - eher n raise
_________________ Don't go where the puck is, go where the puck is going to be
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Parvex
Hall of Fame
Registriert: Mo 19. Jun 2006, 19:58 Beiträge: 7869
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 Verfasst: Fr 6. Apr 2007, 23:38 |
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It depends...
Ich werd mich hüten auf nem 789s Board mit AK (ohne Suit des Board) nen Contibet zu machen, ich werd mich hüten gegen Calling Stations nen C-Bet anzusetzten, ich werd mich hüten nen C-Bet anzusetzten, wenn ich schon die letzten zehn Male nen C-Bet gespielt habe und dabei jedes mal ertappt wurde (obwohl, vllt. gerade dann wieder?  ).
Was ich mit letzterem Satz verdeutlich will: Berzüglich der Varianz kann es wichtig sein, auch mal auf trockenen Boards zu checken resp. auch mal auf drawlastigen Boards den c-bet zu versuchen (und es nicht als ernsthaften Versuch sehen, den Pot zu gewinnen, sondern eher als Advertising).
Es gibt keine Regeln dafür, man muss sich die Textur des Board angucken, seine Gegenr angucken, angucken wie man auf die Gegner wirkt und auch gucken, wie man in der Hand weiter verfahren wird resp. welche Chancen man hat, wenn man gecallt wird.
Ach ja, und gegen drei oder mehr Gegner würde ich in den seltesten Fällen wirklich c-betten. Egal wie das Board aussieht, es ist zu wahrscheinlich, dass irgejemand was getroffen hat resp. ein Pocket Pair hält, das mich trotzdem callt.
Oder um es mathematisch zu verdeutlich: Geben wir jedem die Folding Wkt. von 50%, gehen wir nur in einem von acht Fällen ohne Caller aus dem Spiel. Das heißt wir müssten uns 7-1 Pot Odds geben, um break even zu sein. Dadurch geben wir den Gegnern aber 8-1 Pot Odds und die Folding Wkt. dürfte bei den meisten Gegner größer als 50% sein. -> -Ev
Und zum Thema B2: Generell würde ich geneigt zu sein, zu callen und zu gucken, was der Gegner auf dem Turn macht. Natürlich eher gegen loosere Spieler als gegen tightere. Auch hier gilt wieder: depends.
Und zur Varianz hin und wieder auch mal raisen oder auch mal folden, wenn wir denken unser Gegner könnte tatsächlich getroffen haben (Drawlastiges Board, tighter Spieler, looses Image bei uns etc. pp.).
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BalugaWhale hat geschrieben: It does not make our life easy for us to play, it makes our life correct. And more full of money.
pokerstar77 hat geschrieben: Wer hier flamen will soll halt zu ps.de gehen.
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Nigelnico
Ducks
Registriert: Do 5. Apr 2007, 14:44 Beiträge: 12
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 Verfasst: Sa 7. Apr 2007, 16:09 |
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Danke für die Antworten, wenn ich es richtig verstanden habe sollte ich in Zukunft einfach mehr auf die Situation eingehen anstatt ein Generalkonzept zu finden.
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Picker
Cowboys
Registriert: Do 8. Mär 2007, 14:36 Beiträge: 120 Wohnort: Zurich
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 Verfasst: Sa 7. Apr 2007, 17:07 |
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Nigelnico hat geschrieben: Danke für die Antworten, wenn ich es richtig verstanden habe sollte ich in Zukunft einfach mehr auf die Situation eingehen anstatt ein Generalkonzept zu finden.
Das interessante am (NL-)Holdem ist ja genau, dass es im Prinzip für die wenigsten Situationen ein einfaches 08/15-Generalkonzept gibt. In jeder Situation spielen diverse Faktoren eine Rolle, auf die Du jeweils eingehen musst.
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AznSoul83
Route 66
Registriert: Do 15. Mär 2007, 23:17 Beiträge: 26 Wohnort: Köln
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 Verfasst: So 8. Apr 2007, 04:18 |
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Nigelnico hat geschrieben: Hallo zusammen, bin neu im Forum und hab direkt mal eine Frage.
Ich schilder nun mal eine Situation vor der ich immer wieder stehe und nie weiß was zu tun ist, ich beziehe mich hier vorwiegend auf Cashgame. (niedrige limits, max 10/25 cent)
Ich bekomme eine relativ starke Hand ausgeteilt z.B. AKs/o etc (kein pärchen). Ich raise preflop um 2 bis 3 Bigblinds. Je nach Position und Anzahl an Spielern erhalte ich dann erfahrungsgemäß 1-3 calls. Nun kommt der Flop z.B 582 Regenbogen. Ich habe also nichts getroffen. Jetzt die Frage wie verhalte ich mich wenn ich A) keine Position habe bzw. B) Position habe und vorher entweder B1) gechecked oder B2) gesetzt wird, B2 interssiert mich insbesondere in einer HU Situation. (wegen der geringeren Wahrscheinlichkeit das mein Gegner was im Flop trifft )
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Man sollte versuchen bei solchen niedrigen Limits, preflop so aggressiv wie möglich zu spielen.
Vorraussetzung sind natürlich starke Starthände. Nehmen wir an du hast AK suited. Raise in early position
um mindestens das 4fache des BB. Dadurch werden viele schwache Hände rausselektiert. Nur durch mini raises verleitest
du schlechte/neugierige Spieler dazu, mit x-beliebigen suited Karten, den flop sich billig anzuschauen.
Und wenn du in late position bist, vor dir 3-4 gecallt haben, dann musst du jetzt richtig raisen (6-10fache des BB),
um Niemand die pot-odds für ein call zu geben.
Das Postflop Spiel ist wohl der entscheidenste Faktor überhaupt bei Hold'em.
Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Der Unterschied zwischen gute und sehr gute Spieler wird dort erkennbar.
Wichtig ist auch, dass man auch in der Lage ist, richtig starke Starthände loszulassen, denn der Flop ist durch seinen Facettenreichtum völlig unberechenbar.
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holdem-poker.ch
Double Date
Registriert: Sa 30. Dez 2006, 01:10 Beiträge: 92
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 Verfasst: So 8. Apr 2007, 10:10 |
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hab jetzt nicht alles durchgelesen, gebe aber trotzdem meinen Senf dazu ab:
wenn du bekannt für Continuation Bets bist, evtl. unterlassen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, auch mal zu Checken, wenn du etwas getroffen hast, damit ein Check nach dem Flop nicht immer als Zeichen von Schwäche gewertet wird...
Ein Gedanke zum Continuation Bet:
Erhöhst du um die Hälfte des Pots, so machst du auf die Dauer einen Gewinn, wenn deine Gegner in weniger als 2/3 der Fälle Callen. Wenn Du also das Gefühl hast, es ist 50/50 dass der Gegner aussteigt, lohnt sich die Continuation Bet statistisch gesehen...
Ps:
Mit AK kann man auch mal 4x oder 5x bb erhöhen, um etwas zu variieren. 2xbb mit AK würde ich eher abraten, da du mit AK gut damit leben kannst, einfach die Blinds abzugreifen.
_________________ http://www.holdem-poker.ch
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Parvex
Hall of Fame
Registriert: Mo 19. Jun 2006, 19:58 Beiträge: 7869
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 Verfasst: So 8. Apr 2007, 10:28 |
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holdem-poker.ch hat geschrieben: wenn du bekannt für Continuation Bets bist, evtl. unterlassen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, auch mal zu Checken, wenn du etwas getroffen hast, damit ein Check nach dem Flop nicht immer als Zeichen von Schwäche gewertet wird...
Abgesehen davon verpassen wir rein mathematisch den Flop in 2/3 der Fälle, da wird dem Gegner irgendwann mal auffallen, dass wir nix getroffen haben, wenn wir immer nur den Conti Bet ansetzten und nie checken.
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BalugaWhale hat geschrieben: It does not make our life easy for us to play, it makes our life correct. And more full of money.
pokerstar77 hat geschrieben: Wer hier flamen will soll halt zu ps.de gehen.
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