http://www.youtube.com/watch?v=5gHYJwcOU3Y
So ich bin zurück aus der Klinik in Pforzheim. Es geht mir gut.
Ich lebe noch und die Schmerzen sind erträglich.
Am Freitag musste ich schon um 5:30 aufstehen, weil ich noch duschen
wollte (sehr gute Idee im Nachhinein) und wir um 9 Uhr dort sein sollten.
Meine Eltern sind hingefahren und nach einer ereignislosen Fahrt, in der ich
mich mit den Risiken, die aus der Narkose entstehen können beschäftigte und feststellen musste,
dass da es da ziemlich viele Dinge die schief laufen können, waren wir pünktlich da..

Naja ich war trotzdem
noch verdammt cool und Angst vor der OP hatte ich sowieso nicht.
Angekommen und gleich ein bissl von der Dame an der Rezeption im Foyer unfreundlich darauf gewiesen worden, dass
man die Informationen für den Narkosearzt schon vorher ausfüllen sollte. Danach zu einer
dicklicheren Frau geschickt, deren etwas dümmliche Art nur noch von dem noch größerem fast unausweichlichem
Dekolleté überstrahlt werden konnte. xD Dort kurz Infos über die OP erhalten und nach oben zum Warten auf den
Anästhesisten geschickt worden. Das ging dann auch schnell. :O
Und so durfte ich mich nachdem ich Wasser lassen war,
bis auf die Unterhose frei machen und in so ein Altweiberschlafanzug schlüpfen.
In dem anderen Raum wurde ich mit dem Narkosearzt bekannt gemacht und nebenbei von
einer älteren Frau für die Operation von den störenden Haaren entfernt. Als dies vorbei
war, bekam ich eine Beruhigungsspritze und wurde in den nächsten Raum geschoben, der dann das Ende
meines Bewusstsein bedeutete.....! Das war um 10 Uhr
Um 12:30 Uhr wache ich wieder auf. Große Schmerzen.....
Dann beugt sich eine Krankenschwester mit dem Namen "Roswitha" über mich um zu schauen ob ich jetzt wieder bei Bewusstsein bin. Anfangs dachte ich mir: "Was ist denn das für ein altmodischer Name. Lass es bitte keine 60-jährige sein." Aber beim Anblick dieses Geschöpfes war ich dann sehr angetan. Wohoo
Durfte dort noch für 2 Stunden verweilen bis ich vollständig wach und aufnahmefähig war.
Wurde dann vom Philip und einem anderen Pfleger in mein Zimmer gebracht.
Erst mal zwei Schalen Zwieback verdrückt. Zwieback kann ja sooo lecker sein, wenn du ca. 12 Stunden nix mehr
zu essen hattest. Nachdem sich meine Eltern nach meinem Wohlbefinden erkundigten, gingen sie um 16 Uhr wieder nach
Hause. Um 17 Uhr gab es Abendbrot und kurz darauf kam ein asiatisch aussehender Arzt ins Zimmer um mir mitzuteilen,
dass die OP gut verlaufen ist.
Jo fast vergessen. Das Highlight des Nachmittages war die Krankenschwester mit den
Namen Romina. Mein Dad meinte in Anwesenheit meiner Mutter:"Da kannst mal öfter auf den Roten Knopf drücken. Wenn die vorbeikommt, gehts dir bestimmt viel schneller wieder besser. Sie war super nett und fürsorglich und außerdem sieht die noch zusätzlich richtig spitze aus. wohoo2
Ein bisschen später kam der Wolfgang zu mir ins Zimmer. Er hat eine künstliche Schulter bekommen. Mit dem konnte
man gut reden und die Zeit verging auch ganz schnell. Aber dann musste er wegen Verdacht auf eine Infektion in ein
Einzelzimmer verschoben werden. Von da an war bis zum Schluss alleine in dem Raum. Schon ein bisschen schade.
Ab 20 Uhr konnte ich dann das WLAN benutzen, wobei ich sofort merkte, dass das der IRC und Pokerstars damit nich gingen. Auch schade.
Den restlichen Abend hab ich mit ICQ und dem Runterladen von Pokervids verbracht. Hab immer so ne halbe Stunde zwischendurch
als gepennt, sodass ich erst um 2 Uhr nachts bereit war, um endgültig zu schlafen. Mit den Schmerzen fiel es mir auch nich unbedingt
so einfach längere Zeit nicht aufzuwachen. Bis 7:30 Uhr schlief ich dann, bis auf eine kleine Unterbrechung um 5 Uhrvin der ich wie des öfteren
Schmerzmittel erhielt. Als ich aufwachte kam gerade das Frühstück.
Aber ich musste mal dringend aufs Klo und wollte außerdem mir die Hände waschen, sodass der Behälter am Bett nich ausreichte. Deswegen ließ ich Romina antanzen, die mir dann half auf die Toilette zu kommen. Ich sollte dann wieder läuten wenn ich fertig bin, was ich auch machte nachdem die Hände gewascht waren. Der Pfleger holte dann einen Rollstuhl für den Rücktransport ins Bett.
In dieser Zeit wurde mir übel und dann schwarz vor Augen, sodass ich erst nach vorne einknickte und dann mit der Rückseite
auf dem Boden aufkam. Ich konnte noch den roten Knopf drücken und sofort kamen 6-7 Leute angestürmt um mich in diesem jämmerlichen Zustand zu sehen.
Ich wurde ins Bett gehieft. In der Zeit bekam ich einen Schweißausbruch und war für die nächsten 15 Minuten total aufgewühlt und hatte Angst, dass das Kreuzband gerissen ist und die ganze Tortur nochmal auf mich zukommt. Naja. Die nette Schwester hat mich dann beruhigt und gemeint, dass so ein Sturz schon einigen passiert ist, ohne Folgen gehabt zu haben und dass ich mir nich weiter den Kopf darüber zerbrechen sollte. Dann machte sie noch einen Witz und es war wieder ok.
Vormittags kam noch ein Physiotherapeut mit dem wohlklingenden Namen Sebastian zu mir.

Total lässig der Kollege

. Er erklärte was ich von nun an beim Laufen mit den Krücken beachten muss und zeigte mir wie das Gerät funktioniert, mit dem meine Mukeln im rechten Oberschenkel stimuliert werden, damit diese nich ganz in der nächsten Zeit abgebaut werden.
Zum Mittagessen gab es Spaghetti mit Putenschnitzel und Tomatensauce. Bei Spagetti kan man nix falsch machen. Allerdings war die Sauce überhaupt nich lecker und das Schnitzel aufgrund der Panade total ekelhaft. Ich hätte fast gekotzt. Argh.
Danach ist eigentlich nich mehr so viel passiert was ich erzählen könnte. Hab mit Freunden über ICQ kommuniziert und den restlichen Nachmittag geschlafen, gegessen, Tee getrunken, 1 Pokervid geguckt und wieder Zeug runtergeladen.
Abends dann "Sommermädchen 2009" geguckt. Wie schlecht ist das Fernsehen in den letzten Jahren geworden, wenn man sowas sinnloses ausstrahlen muss?. Gut, die Mädels sehen teilweise echt gut aus. Aber dass man daraus so ne Show macht mit 0 Niveau. Zumindest kann man gut darüber lästern (gell phobos

)
Hab von 2 Uhr bis 7 Uhr ohne Aufwachen geschlafen und dann gabs wieder ein großartiges Frühstück.
Um 9 Uhr kam der schmerzhafteste Moment der ganzen 3 Tage. Das SchläucheZiehen. Es war zwar kein stechender Schmerz

aber ein hohler richtig ekelhafter. Muss nich nochmal sein imo. Das Kreuzband ist jetzt doch noch heil. Also Glück im Unglück. Eine Stunde später wurde ich dann abgeholt und um 15 Uhr war ich wieder daheim. SO das wars.
In den folgenden Wochen und Monaten bin ich nun damit beschäftigt wieder völlig fit zu werden
Insgesamt hat es mir in der Klinik, auch wenn es teilweise etwas öde war, sehr gut gefallen und ich kann diese nur empfehlen, sofern man in der Gegend beheimatet ist.
Am Schluss ist dann halt nich mehr so viel passiert, wie man merkt
Oh. Auf der Station war auch noch eine Praktikantin, die zwar ein bissl unsicher und nich ganz so locker und gesprächig war, aber top aussah
Pics hab ich leider keine gemacht. Tut mir leid
Primelson
Cliffnotes für Bambi:
-OP gut verlaufen.
-Hübsches Mädel im Aufwachraum
-Primel war fast nur alleine in seinem Zimmer
-Die eine Schwester war der Hammer
-Primel stürzt im Bad- nix passiert glücklicherweise
-Primel langweilt sich ein wenig.
-wieder zuhause