Da Bozzo aktuell auf diesen Thread verwiesen hat, wage ich mal die Frage aufzuwerfen, ob das hier geschilderte System noch funktioniert, bzw. ob man hier nicht etwas genauer spezifizieren muss.
Immerhin ist der Originalartikel aus 2004 und die Übersetzung aus 2007
Envy hat geschrieben:
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Am Wichtigsten bei Turnieren im Allgemeinen ist eine gute Gesamt Strategie zu haben. Im Idealfall sieht die so aus:
1) Geduld
2) Geduld
3) Position
4) Position
5) Aggression
6) Suche Nach Chancen zum Verdoppeln
7) Suche nach guten Implied Odds
8 ) Nutze die Fehler deine Gegner aus.
9) Macht keine Dummheiten.
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So Long und Gut Hand
Envy
Mir gehts hier vor allem um die Turbo-SnGs in den Micro und Lowstakes (die ich spiele).
Wenn ich in den ersten 3 Blind-Runden wie später beschrieben auf die Premium-Hände warten will und keine bekomme befinde ich mich irgendwann in Blind-Runde 4 oder 5 bereits mit einem M von 5 in der Push-or-Fold-Phase, werde von mindestens der Hälfte des Tisches dominiert und verabschiede mich möglicherweise mit meiner ersten gespielten Hand und nem Coinflip aus dem SnG bzw. vom Tisch. Das ist bei SingleSngs nicht ganz so gravierend, ab 5TableSngs aber regelmäßig der Fall. Bei denen hab ich auch häufig das Problem, dass ich selbst nach dem gewonnenen ersten Coinflip (wenn ich ihn erst relativ spät spielen konnte) immer noch von der Mehrheit dominiert bin und ständig weiter flippen muss (was selten gut geht).
Daher würde ich die Punkte 1 und 2 jeweils durch 'Suche nach Chancen' ersetzen wollen und die Range erheblich vor allem um Drawing Cards erweitern mit denen man zumindest ab MP jeweils limpt (und vielleicht auch mal ne 3BB-Bet bei guten Odds mitcallt) um bei getroffenem Flop dann Gas zu geben.
Raises sind nur mit AA, KK und vielleicht noch QQ zu empfehlen, da selbst eine Vorgabe von 5BB in dieser Phase noch gnadenlos gecallt wird und man mit AK- und nicht getroffenem Flop die Chips getrost abschreiben kann.
Wenn man in den ersten 3 Runden ein paar Chips ansammeln kann, fällt das Spiel in der Folge erheblich leichter, da spätestens ab Runde 4 die Blinds den bisher nicht erfolgreichen Spielern bereits richtig weh tun. Sollte man selbst zu den nicht erfolgreichen gehören, muss man das limpen einstellen und kann eigentlich nur noch auf die erste Hand für ein All-In warten, mit der man dann entweder Blinds stiehlt (und auf die nächste Hand wartet), verdoppelt oder vom Tisch geht.
Für den bis dahin Erfolgreichen bieten sich dadurch auf der anderen Seite viele Chancen mit gut getimter Agression den Stack weiter zu vergrößern und die bereits gute Position zu verbessern.
Nach meinen Erfahrungen aus den letzten Wochen sollte man bei diesen SnGs versuchen, so früh wie möglich über dem Chip-Average zu spielen, da das (wenn man richtig weiterspielt) die Chancen am Ende itm zu landen mehr als verdoppelt.