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Beitrag Verfasst: Di 8. Jun 2010, 18:14 
 
Handreading

Hallo Zusammen

In diesem Artikel möchte ich über Handreading sprechen; eines der wichtigsten Themen nebst Mathematik in Poker. Der Text richtet sich vor allem an Neulinge auf dem Gebiet, da er wirklich sehr grundlegend ist. Entsprechend habe ich auch gewisse Sachverhalte behutsam vereinfacht. Für Verbesserungen und Anregungen bin ich immer offen.

1. Einleitung

Zuerst mal: Wozu benötigt man wirklich gute Reading Skills?
Wie viele Techniken dient auch diese dazu, das Maximum aus jeder Situation herauszuholen, indem man möglichst viele Informationen sammelt.
Wenn man beispielsweise auf dem River entscheidet, ob man einen All-in-Bet callt, so betrachtet man die Pot Odds und vergleicht diese mit einer Anzahl von Händen, die der Gegner haben kann und fällt aufgrund dieses Vergleichs die Entscheidung, ob man callt oder foldet. Nun sollte es für jeden Pokerspieler, der einigermassen die Spielmechanismen versteht, kein Problem sein, in dieser Situation eine Reihe von möglichen Händen zusammenzustellen, die der Gegner haben kann.
Nun kommen aber die Lesefähigkeiten zum Zug: Je besser ein Spieler die Hand seines Gegners einschätzen kann, desto genauer kann er die Range anfertigen und desto besser und gewinnbringender wird seine Entscheidung.
Ein anderes Beispiel ist, wenn jemand auf dem Turn die Nuts hat und sich nun darum bemüht, voll ausbezahlt zu werden. Je besser er die Hand des Gegners lesen kann, desto leichter wird es ihm fallen, die profitabelste Entscheidung zu treffen.

Man sieht also, dass gute Reading Skills eindeutig zur Gewinnsteigerung eines Spielers betragen können.

Doch wie funktioniert das Ganze eigentlich?


2. Technik

2.1 Die Idee

Der Grundgedanke besteht darin, dass man versucht, das Blatt des Gegners aufgrund seines Setzmusters in der Hand herauszufinden und man sich in ihn hineinversetzt. Dazu ist es aber unerlässlich, dass man sein Gegenüber kennt, das heisst, ihn zuvor beobachtet hat. Man sollte nicht versuchen, den Gegner so zu lesen, wie man selbst die Hand spielen würde. Vielmehr geht es darum, herauszufinden, was denn für eine Art von Spieler und Person gegen uns antritt. Ihr müsst in sein Denkmuster eindringen und die Hand aus seinen Augen mit seinen Überlegungen betrachtet. Allerdings sei hier schon etwas angemerkt. Man sollte nicht auf einer frühen Street aufgrund von Überlegungen Villain auf eine einzige Hand festnageln und dann stur bei der Annahme bleiben. Denn die Situation und die Informationen in einem Pot ändern sich ständig. Deshalb muss man nach jeder neuen Action das Blatt des Gegners neu überdenken und sich überlegen, ob die bisherige Annahme noch Sinn macht.

2.2 Die allgemeinen Faktoren

Welche Faktoren sind nun entscheidend beim Lesen?

1. Gegnertyp: Ist Villain ein eher aggressiver oder passiver Spieler? Spielt er viele oder wenige Hände? Unterscheidet sich sein Preflop-Image von seinem Postflop-Image?

2. Psychologischer Zustand: Hier unterscheide ich zwischen folgenden Sachverhalten: Dem „Gang“ des Gegners und seiner Laune. Mit Gang ist gemeint, in welchem geplanten Modus sich Villain befindet. Hat er gerade eine bewusst aggressive Phase, in der er extra viel raist, um sich ein anderes Image zu beschaffen?
Die Laune hingegen bezieht sich auf seinen Gefühlszustand, namentlich Tilt, Neutralzustand oder Rush. Ist er frustriert, weil er gerade einen Bad Beat erlitten hat oder ist er gerade euphorisch aufgrund eines Runs?

3. Qualität des Gegners: Dieser Aspekt hängt stark mit dem ersten zusammen. Es umfasst einerseits die Frage, ob der Spieler schon viel Wissen und Erfahrung hat, andererseits auch, wie er über seine Hand nachdenkt. Hiermit meine ich, auf welchen Levels er denkt (die Levels werden ein wenig später erklärt).

-4. Eigenes Image: Was denkt der Gegner von uns?

-5. Setzstruktur: Wie hat der Gegner in der Hand gesetzt? Hat er konstant Stärke oder Schwäche gezeigt? Hat er seine Struktur an einem gewissen Punkt verändert? Wie verhält sich die Höhe seiner Einsätze untereinander und gegenüber dem Pot? War er der Aggressor?

-6. Position: In welcher Setzposition befindet sich Villain? Hat er Position auf uns? In welcher Position spielt er wie aggressiv? Kapiert er überhaupt den Wert (oder eben Nichtwert) seines Platzes?

-7. Board: Hat das Board die Setzstruktur von Villain oder von der ganzen Hand verändert? Wie reagiert der Gegner darauf? Hat sich durch eine Karte ein komplett neues Szenario ergeben?

-8. Spieleranzahl: Wie beeinflusst die Anzahl der Spieler in einem Pot die Action?

-9. Odds: Wie reagiert der Spieler bei den gegebenen Odds in einer Hand? Mit welchen Blättern kann er hier profitabel sein Spiel durchführen (aus seiner Sicht)?

-10. Physische Tells: Welche physischen Hinweise und Reaktionen kriegen wir von unserem Gegner? Macht er nach einem Raise einen nervösen Eindruck?


Dies sind einige Faktoren, es gibt noch mehr. Im Grunde genommen geht es nun um folgendes: Man muss die Action und die Situation einer Hand (Punkte 5-10) mit der Gesamthistory (Punkte 1-4) von Villain vergleichen und daraus möglichst genaue Schlüsse ziehen.


2.3 Die spezifischen Faktoren

Schauen wir uns zunächst aber die einzelnen Punkte noch ein wenig genauer an.

1. Gegnertyp:
Man muss zwischen zwei verschiedenen Eigenschaften des Gegners unterscheiden: Aggressivität und Potinteresse.
Zuerst zur Aggressivität: Unabhängig von der Anzahl der gespielten Hände sind gewisse Spieler sehr aggressiv und gewisse sehr passiv. Diese Unterscheidung vorzunehmen, ist relativ simpel. Raist ein Spieler häufig oder wenig, ist ziemlich schnell ersichtlich. Die nächste Aufgabe ist nun zu schauen, mit welcher Art von Hand der Gegner wie aggressiv ist. Es gibt Gegner, die ein Toppair äusserst offensiv spielen. Andere setzen generell alle Blätter. Wieder andere sind mit Paaren sehr forsch, sobald sie aber die Nuts oder sonst etwas sehr Starkes haben, sind sie sehr passiv und betreiben intensives Slowplay. Des Weiteren gibt es unterschiedliche Arten, einen Draw zu spielen. Gewisse Spielertypen check/callen die ganze Zeit, gewisse raisen und setzen immer und andere mischen die Spielweisen. Genau diese Informationen müsst ihr euch besorgen. Welche Verhalten am wichtigsten sind, findet ihr weiter unten beim Kapitel „Wie kommt man zu Reads?“. Ausserdem ist wichtig, ob Preflop- und Postflopaggression korrelieren, doch dazu komme ich noch in Punkt 3.
Nun zum Potinteresse: Hierrunter verstehe ich, wie viele Hände ein Spieler spielt. Auch dies ist leicht zu beobachten. Dieser Faktor ist jedoch ganz besonders entscheidend, wenn es darum geht, mit welcher Handrange ein Villain in einem Pot ist. Callt er preflop häufiger, so ist seine Range entsprechend gross.

2. Psychologischer Zustand:
Sofern der Gegner gut ist, wird er nicht immer gleich aggressiv spielen. Er ist in der Lage, mal mehr Hände zu raisen und mal weniger, um einen anderen Eindruck bei den Gegenspielern zu erwecken. Sollte nun ein solcher Villain gerade in einer Raising-Phase sein, so kann man tendentiell davon ausgehen, dass eine Erhöhung von ihm generell ein bisschen weniger Stärke symbolisiert, als wenn er in einer passiven Phase wäre (auch hier ist wieder Vorsicht geboten, denn auch aggressive Spieler können die Nuts halten). Es kann aber auch ein Stilwechsel erfolgen, wenn sich die Struktur des Tisches ändert.

3. Qualität des Gegners:
Je besser der Gegner ist, desto gewinnorientierter sind seine Spielzüge. Anders formuliert spielt ein guter Gegner schlichtweg logischer. Wenn ihr beispielsweise einen schlechten Gegner habt, so ist dies entscheidend, um den Read auf ihn akkurat ausnutzen zu können. Denn ein schlechter Gegner callt beispielsweise ein massives Raise auf dem River auf einem gefährlichen Board nur mit einem Toppair. Wenn ihr also die 2nd Nuts habt, so könnt ihr davon ausgehen, gegen diesen Villain vorne zu sein (natürlich muss man die ganze Hand nochmals im Kopf durchspielen). Ein guter Gegner wird in gewisser Weise auch ein wenig einfacher zu lesen sein, das seine Aktionen insgesamt logischer erscheinen. Doch Vorsicht: Wenn euer Gegenüber gut ist, so werdet ihr auch viele Täuschungsaktionen sehen, die genau das Ziel haben, das einfache Lesen zu verhindern. Deshalb ist ein guter Spieler trotz der offensichtlichen Logik doch nicht so einfach wirklich gut zu lesen.
Ausserdem werden gute Spieler in der Lage sein, nicht nur über ihre Hand und diejenige von uns nachzudenken, sondern auch, wie wir denn über ihre Hand denke. Dies macht dann alles noch komplizierter. Aber dazu später mehr unter dem Kapitel „Levels“.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind hier die Pot Odds: Wenn ein guter Gegner auf einem Draw ist, so wird er nur einen Einsatz callen (vernachlässigen wir mal das Raise), sofern die Odds für ihn stimmen (Pot oder Implied).

4. Eigenes Image:
Sofern unser Gegner einigermassen gut ist, so wird er seine Entscheidungen nicht nur von seinem und unserem Blatt abhängig machen, er wird auch unser eigenes Image mit einbeziehen. Denn sollten wir beispielsweise sehr aggressiv spielen, so wird er einem Raise unsererseits eine andere Bedeutung beimessen als wenn wir sehr passiv wären und somit wird er auch unter Umständen komplett anders darauf reagieren. Es geht nun also darum, herauszufinden, was für einen Eindruck wir machen, um somit das Ziel oder die Stärke der gegnerischen Aktionen beurteilen und entsprechend darauf reagieren zu können. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass unser persönliches Image gegen einen Gegner wichtiger ist als unser gesamtes Tableimage. Wenn wir also nur gegen einen Spieler besonders aggressiv waren, so wird vermutlich nur dieser uns auch so wahrnehmen; der Rest des Tisches wird dies aufgrund der eigenen Erfahrungen wahrscheinlich ein wenig anders sehen.

5. Setzstruktur:
Dies ist nun der eigentliche Kernpunkt des Lesens in einer einzigen Hand. Hier spreche ich von den Checks, Calls, Bets und Raises, die von einem (oder auch mehreren) Gegner getätigt wurden auf den verschiedenen Streets einer Hand. Ein Beispiel ist sicherlich nützlich: Die Preflopaction war unspektakulär. Auf dem Flop setzt der SB, der BB callt mit 2 Spades auf dem Board. Der SB setzt den Turn erneut, welcher blankt. Der BB callt erneut. Nun kommt auf dem River das 3. Spade. Der SB setzt wieder und nun ergreift der BB zum ersten Mal die Initiative und pusht all-in. Das Setzverhalten war bis zum River also sehr passiv vom BB, aber als eine mögliche Made-Hand kommt, raist er. Ohne weitere Reads deutet dies sehr auf den Flush hin. Da aber gewöhnlich das Setzverhalten ohne genaue Informationen auf verschiedene Arten interpretiert werden kann, so muss man unbedingt die Informationen mit allen bisherigen Faktoren (siehe 1-10) vergleichen. Ansonsten ist die reine Beobachtung der Setzstruktur nicht sehr zuverlässig. Ein weiteres Indiz für die Stärke eines Blattes sind die Einsätze des Gegners. Wenn er beispielsweise auf dem Flop nur ¼ des Pots setzt, aber plötzlich den Turn potsize bettet, so sollte dies euch aufmerksam machen. Vermutlich hat irgendwie eine Veränderung der Situation stattgefunden, welche wieder analysiert werden muss.
Ausserdem muss bei den Aktionen der Spieler immer berücksichtigt werden, wer zu welchem Zeitpunkt der Aggressor in der Hand war. Wenn die Rollenverteilung plötzlich wechselt, so ist auch dies ein spannendes Indiz. Ihr werdet in den folgenden Punkten viele Informationen finden, die sehr stark mit dem Setzverhalten zusammenhängen.

6. Position:
Dieser Punkt wird häufig fälschlicherweise zu wenig berücksichtigt. Meist wird geschaut, aus welcher Preflopposition der Gegner welche Preflopaction gemacht hat und dann ist das Positionsdenken vorbei. Natürlich ist es gerade bei Fullring wichtig zu wissen, ob Villain nun vom Button oder von UTG raist. Generell gilt ja, je früher die Position, desto besser die Hand. Aber auch nach dem Flop spielt die Position eine wichtige Rolle. Denn einerseits sind gewisse Plätze eher für Bluffs geeignet als andere und andererseits ist die Grösse des Pots in Verbindung mit der Aggressorposition sehr wichtig. Es dürfe klar sein, dass es mit einem Bet vom Button aus nach eine Runde Checks einfacher ist, den Pot zu kriegen, als wenn man als Small Blind ohne Informationen in vier Gegner setzt. Des Weiteren muss man sich vergegenwärtigen, dass gute Spieler möglichst wenige Hände out of Position spielen.

7. Board:
Die Struktur des Boards hängt sehr mit dem Setzverhalten zusammen, deshalb werde ich mich hier kurzfassen. Es darum, dass man sich klar sein muss, dass beispielsweise eine Overcard aus verschiedensten Gründen die Aktionen von Villain beeinflussen kann. Man muss sich einfach in seine Position mit der neuen Situation hineinversetzen.
Eine praktische Anwendung fürs „Boardlesen“ stellt folgendes Szenario dar: Ein Flop, dessen höchste Karte verhältnismässig hoch ist (z.B. König) ist für jeden Spieler, der nicht getroffen hat, wesentlich gefährlicher in einem raised Pot, als ein Board, bei dem die höchste Karte zum Beispiel eine 7 ist. Denn viele Spieler erhöhen gerne mit sowas wie AJ, KQ, A8 und Ähnlichem. Deshalb ist die Chance, dass ein Preflopaggressor bei einem Board von 2,4,6 nichts getroffen hat bedeutend höher als bei A,Q,6. Dieses Wissen erlaubt uns nun, Continuationbets auf niedrigen Boards öfters zu raisen.
Es geht hierbei weiter darum, festzustellen, wie ein Gegner bei einem beispielsweise monotonem Board auf dem Flop setzt und dann weitermacht, sobald ein Draw möglich ist auf dem Turn. Eine andere Situation ist, wenn euer Gegner erhöht auf einem Board mit einem Draw. Auf der nächsten Strasse kommt nun der entsprechende Draw an. Seine weiteren Aktionen können nun je nach Hand und Gegner sehr stark variieren. Genau darum geht es: Spielt Villain sein Toppair auf noch bei einer 4-Straight aggressiv oder blockt er schon ab, sobald ein möglicher Gutshot angekommen ist? Anhand dieser Reads könnt ihr einerseits feststellen, ob euer Gegner eher aggressiv oder passiv ist und dies in entsprechende Bluffs oder Valuebets umsetzen. Es reicht hingegen nicht, nur die Situationen zu betrachten, in denen unser Gegenüber nicht getroffen hat, sondern auch diejenigen, in denen er einen Draw hatte und diesen mit der gerade eben aufgedeckten Karte vervollständigen konnte. Das nächste Stück Informationen behandelt den Aspekt der Protection. Ist sich unser Gegner bewusst, dass er seine Hand gegen Draws schützen muss und die Beträge je nach Art von Draws ändern muss?
Ausserdem werden Boards, welche Straight- oder Flushdraws möglich machen, tendentiell aggressiver gespielt. Denn einerseits müssen sich die Madehands gegen die Drawing Hands verteidigen. Andererseits wird es vor allem bei guten Spielern viel mehr und stärkeres Semi-Bluffing geben.
Eine weitere Boardtextur stellt das paired Board dar. Es ist beispielsweise ein Flop von 2,2,J. Dieses Szenario hat viele Vorteile für uns: Die Gegner können jeweils nur mit 5 Karten des Decks dieses Board mit Made Hands getroffen haben. Ausserdem sind gewisse Flops wie 3,4,4 äusserst ungünstig für Spieler, die nur mit hohen Karten raisen. Wisst ihr dies, so könnt ihr denen auf lange Sicht viel Geld abnehmen.
Dieses Kapitel könnte man fast unbegrenzt weiterführen, deshalb beende ich es nun mit einer kleinen Bemerkung zu möglichen Bluffs: Stellt euch vor, ihr haltet nach dem Call eines Preflopraises Middlepair in Position ohne direkte Draws und callt einen CBet von eurem Gegner. Nun wird auf dem Turn die niedrigste Karte gepaired. Euer Gegner setzt nun erneut. Auf dem Flop seid ihr von einem möglichen Bluff von eurem Gegner ausgegangen und habt noch aufgrund der Potequity gecallt. Jetzt hat sich jedoch eure Equity verkleinert und die Möglichkeit, dass euer Gegner blufft ebenfalls. Dies lässt sich einerseits damit begründen, dass nicht alle in der Lage sind, 2 Barrels zu feuern, andererseits aber auch damit, dass ein Bluff von Villain wenig Sinn macht, denn wieso solltet ihr mit einer anständigen Hand den Flop callen und dann Angst vor einem gepairetem Bottom Pair haben? Geht jedoch nicht davon aus, dass Villain bei einem Turnbet immer etwas hat, denn es gibt viele Gegner, die hier trotz allem nochmals feuern; die Möglichkeit auf einen Bluff hat sich, gerade bei guten Gegnern, jedoch tendenziell ein wenig verkleinert.

8. Spieleranzahl:
Die Anzahl der Spieler in einer Hand beeinflusst die benötigte Handstärke massiv. Denn einerseits ist die Wahrscheinlichkeit eines Bluffs in einem Multywaypot schon mal viel geringer als in einem HU-Pot. Ausserdem gehen die Ansprüche an eine Qualitätshand nach oben mit mehr Spielern und Draws können profitabler gespielt werden.
Verschiedene Anzahlen Spieler erfordern also mit denselben Händen manchmal andere Aktionen. Dies kann die Höhe von Einsätzen betreffen, das wählen von Optionen oder das Foldverhalten. Bei diesem Problem geht es also darum, den Unterschied von einem Heads-Up- zu einem Multywaypot herauszufinden. In einem Spiel gegen nur einen Gegner kann es profitabel sein, mit einem schwachen Toppair zum Showdown zu gehen, nachdem der Gegner Aggressivität gezeigt hat. Doch in einer Hand mit fünf Spieler dürfte kaum ein tighter Gegner nur mit Toppair bis zum River bei starker Action mitmachen.

9. Odds:
Zum Grundwissen im Poker gehört das Verständnis von Pot Odds und Outs. Deshalb kann man auch davon ausgehen, dass Pot Odds die Entscheidungen von einigermassen vernünftigen Spielern beeinflussen könnten. Beispielsweise dürften die wenigsten mit einem kleinen Flushdraw ein All-in bei 2-1 Odds callen. Genauso kann man sagen, dass tighte Spieler bei grossen Raises weniger mit schlechten Draws als mit soliden Händen callen. Umgekehrt kann man die Aktionen auch unter dem Aspekt von Implied Odds betrachten. Denn viele Spieler callen mit kleinen Draws gerne Raises, sofern die Implied Odds aus ihrer Sicht stimmen. Diese Hilfestellung ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da sie sehr komplex ist und einen stark individuellen Touch hat, doch kann man unter Umständen Informationen gewinnen.

10. Physische Tells:
Die physischen Tells sind eigentlich ein Kapitel für sich. Wichtig ist nur, dass ihr beim ganzen Nachdenken nicht vergesst, auch den Körper des Gegners zu beobachten und dort Schwäche oder Stärke zu erkennen. Ich werde hier keine Anzeichen erwähnen, da es dazu unzählige Bücher gibt.

Soooo, hätten wir also mal das Grundlegende abgearbeitet. Zu Beginn scheint es womöglich ein wenig viel zu sein, doch mit der Zeit läuft das Meiste automatisch ab. Es ist vielleicht noch zu erwähnen, dass Punkt 5, das Setztverhalten ständig beobachtet werden muss, wohingegen andere Punkte wie 1 oder 3 über längere Zeit eher konstant bleiben.
Im Grunde genommen geht es jetzt nur noch darum, alles zusammenzusetzen und fertig ist die Laube. Einfach, nicht? ;)


2.3 Spezifische Reads erhalten

Wie kommt man zu Reads und wie übt man es?

Nach dieser Fülle an Information stellt sich nun die entscheidende Frage: Wie kommt man denn überhaupt zu Reads?

Die Grundtechnik ist klar, man beobachtet den Gegner. Dies hat meiner Meinung nach am meisten Erfolg, wenn man sich ständig überlegt, was die Spieler haben. Es kommt nicht darauf an, ob man selbst in die Hand involviert ist oder nicht. Das heisst, dass man auch nach dem eigenen Fold am besten die verbliebenen Spieler und ihr Verhalten observiert und versucht, die Aktionen zu deuten.

Gewisse Eigenschaften hat man gewöhnlich relativ schnell erkannt. Dazu gehören vor allem die Punkte 1-3. Zudem kann man sich diese Erkenntnisse relativ gut merken.

Es existiert jedoch eine Vielzahl von spezifischeren Faktoren, die erfordern, dass man einen Spieler ein wenig genauer beobachtet. Dieser Aufwand lohnt sich jedoch, denn die dadurch gewonnenen Informationen kann man sehr gewinnbringend einsetzen. Dazu gehören:

1. Die Spielweise von Toppair:
Gerade in den unteren Levels variieren die Spielweisen einer Hand wie Toppair gewaltig Deshalb ist es äusserst sinnvoll, die Gegner und ihre Toppair-Spielweisen zu analysieren. Gewisse Spieler halten diese Art von Hand schlichtweg für die Nuts und spielen sie entsprechend offensiv, andere hingegen sind vorsichtiger. Indem ihr nun herausfindet, wie stark und wie oft ein Spieler seine Hand dieser Stärke setzt, werdet ihr dies sehr gut zu eurem Gewinn benutzen können. Findet heraus, ob Villain seine Hand auf jeder Street setzt, ob und wie stark er sie raist und wie weit er gewöhnlich damit geht.

2. Die Spielweise der Nuts:
Es gibt Spielertypen, welche die Nuts im Gegensatz zu Händen wie Top- oder Twopair sehr passiv spielen. Andere gehen äusserst forsch vor. Wichtig ist nun herauszufinden, wie eure Gegenspieler agieren. Gewisse setzen mit den Nuts bereits auf der Street, auf denen sie sie getroffen haben. Andere warten bis zum River mit der Aggression. Ausserdem sind die Raisearten sehr verschieden. Manche Spieler minraisen ständig und gewisse overpushen.

3. Die Bedeutungen von Minraises/bets, Checkraises, Donkbets und Overbets:
Jeder Spieler hat so seine Eigenheiten. Gerade schwächere Pokerspieler bleiben oft im selben Verhaltensmuster und gewisse Aktionen meinen immer das Selbe. Dies gilt ins besonders für Minraises/bets, Check-raises, Donkbets und Overbets. Deshalb lohnt es sich gerade bei diesen Setzaktionen sehr genau aufzupassen und sich das Resultat der Hand in Kombination mit der Handlung zu merken. Als Beispiel kann man erwähnen, dass bei gewissen Gegnern Minbets beispielsweise Bluffs oder schwache Hände sind. Eine andere Person setzt hingegen mit den Nuts immer sehr wenig. Wenn ihr nun diese Aktionen analysiert habt, so habt ihr sehr gute Hinweise auf die Handstärke. Ein weiteres Augenmerk solltet ihr auf Checkraises richten. Denn gewisse Spieler verwenden dieses Mittel nur in speziellen Situationen wie starke Blätter und sind zu unflexibel, dieses „Werkzeug“ auch anderweitig zu benutzen.
Ich erwähnte zwar, dass diese Hinweise vor allem bei schlechten Spielern sehr wichtig sind, doch auch gute Gegner haben ihre Verhaltensmuster, die man hiermit ebenfalls ausnutzen kann.

4. Die Spielweise der verschiedenen Draws:
Eine Erhöhung kann vieles bedeuten. Es kann eine Made Hand, ein Bluff oder eben ein Draw sein. Genau Letzteres verdient besondere Beobachtung. Es ist entscheidend, zuerst mal zu wissen, wie eure Gegner Draws spielen. Ob sie generell eher aggressiv semi-bluffen oder doch eher den Check/Call-Weg verwenden. Der nächste Schritt ist, herauszufinden, welche Arten von Drawing Hands (Flush-, Open-ended Straight bzw. Double belly-buster und Gutshot Straightdraws) gespielt werden. Es existieren Spielertypen, welche jeden Draw, egal ob 4 oder 9 Outer, sehr aggressiv spielen. Andere gehen bei Flushdraws viel offensiver vor als bei Straightdraws. Also muss man auf eben diese Dinge achten. Ausserdem sollte man unterscheiden, wie Villain in welcher Position und mit welcher Anzahl Gegner er seinen Move macht. Zudem ist bei Erhöhungen mit Draws wichtig zu wissen, ob sich diese in ihrer Höhe von kompletten Bluffs oder Made Hands unterscheiden.

5. Preflopraise-Respekt:
Es existieren einige Spieler, die gerne Preflopraises callen, nur um dann den Flop mit Air zu donkbeten in der Hoffnung, dass der ursprüngliche Aggressor nicht getroffen hat. Die Logik für solche Moves geht häufig weit auseinander. Jedenfalls ist es von Vorteil, diese Art von Spieler zu erkennen. Denn sobald ihr auf dem Flop nach einem Raise von einem solchen Spieler gedonkbetet werdet, so sind Raises mit kompletter Air sehr profitabel. Aber Vorsicht: Auch solche Gegner haben bei Donkbets manchmal ein legitimes Blatt.


3. Die verschiedenen Levels

Die folgende Idee wurde meines Wissens zum ersten Mal offiziell in „No Limit Holdem Theory and Practice“ von David Sklansky und Ed Miller publiziert. Sie ist für das Lesen der Gegner absolut entscheidend. Dabei wird beschrieben, wie stark ein Spieler über seine Hand nachdenkt.

Level 0:

Hierbei stellt der Spieler fest, welches Blatt er hat. Das sollte jeder schaffen.

Level 1:

Damit haben wir uns bisher beschäftigt. Die Frage lautet: Welches Blatt hat der Gegner?

Level 2:

Was denkt der Gegner, was wir haben?

Ihr müsst euch also in den Gegner hineinversetzen und euch euer Setzverhalten in einer Hand aus seiner Perspektive denken. Wonach sieht unsere Line aus? Toppair? Eine Made Hand?

Level 3:

Was denkt der Gegner, was wir denken, was er hat?

Das bedeutet, dass er überlegt, welche Hand wir ihm geben und spielt so seine Hand entsprechend weiter.

Level 4: Was denkt der Gegner, was wir denken, was er denkt, was wir haben?

Spätestens jetzt wird es kompliziert und ist sprachlich schon ein wenig grenzwertig.

Level 5-Level X: Fügt pro Level eine weitere Perspektive vom Gegner oder von uns hinzu. ;)


Nun können einige denken, dass es doch egal ist, was er von mir denkt, dass ich von ihm denke. Ihr habt teilweise damit Recht, dass die verschiedenen Levels häufig übertrieben sind, deshalb empfehle ich, dass ihr maximal das dritte Level anwendet und dies auch nur gegen wirklich trickreiche und gute Gegner. Häufig reicht das erste Level komplett aus. Dies ist der Fall, wenn ihr gegen schlechte Gegner spielt. Die interessieren sich keinen Deut für eure Hand, also spielt einfach.
Wenn eure Gegenüber besser werden, kommt ihr aber zumindest um das zweite Level nicht herum und ihr solltet euch damit vertraut machen. Dementsprechend sollte gegen aufmerksame und gute Spieler auch das dritte Level wenn nötig benutzt werden. Das vierte und fünfte Level werden extrem selten gebraucht. Diese kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn sich Spieler sehr gut kennen und es schwierige Entscheide sind. Für den normalen Spieler sind die hohen Levels wirklich nicht nötig.



4. Die Hilfestellungen

4.1 Die Trackingprogramme

Beim Onlinepoker kann ich euch ein gewisser Teil der Arbeit abgenommen werden, indem ihr Trackingprogramme benutzt. Diese sammeln laufend Werte von euren Gegnern, sodass ihr aufgrund derer entscheiden könnt, ob diese eher aggressiv, tight oder was auch immer sind.
Der Nachteil dieser Software ist, dass sie euch eben nicht zeigt, wie die Spieler in gewissen Situationen konkret agieren, deshalb ersetzen sie aufmerksames Beobachten nicht. Die Programme sind dennoch diskussionslos gerade beim Multitabeln sehr von Vorteil und ab einem gewissen Zeitpunkt eine sinnvolle Anschaffung.



4.2. Notizen zum Setzverhalten

Wenn ihr nun entsprechende Reads auf eure Gegner habt, müsst ihr euch diese irgendwie merken. Online ist es ziemlich einfach, denn ihr könnt bei allen Spielern Notizen hinzufügen. Deshalb würde ich bei jedem einzelnen Spieler jedes Stück an Information sofort notieren; so habt ihr es auch in Zukunft und es geht in der gigantischen Fülle von Onlinespielern nicht unter.

Solltet ihr eher dem Livepoker frönen, so werdet ihr vermutlich weniger verschiedene Spieler als bei der Online-Variante treffen. Aber auch da sollte man sich die erarbeiteten Informationen aufschreiben. Interessant wird es dann, wenn eure Gegner sehen, dass ihr es aufschreibt, so können sich richtige Psychokriege entwickeln von wegen „Ich weiss, da er weiss, dass ich weiss, dass er aufschreibt, also spiele ich…..“. Aufgrund dessen würde ich die Notizen immer nach dem Spiel machen.


5.Der Schutz

Da ihr nun eine Grundlage habt, eure Gegenspieler zu lesen, so ist klar, dass sie das Gleiche mit euch machen können. Das einzige Mittel dagegen ist radikale Täuschung. Ihr könnt nicht nur mit zwei Assen einen Raiser 3betten, ihr solltet den entsprechenden Move auch mal mit einer Hand wie 56 suited machen, denn sonst wird spätestens nach einigen Showdowns niemand mehr eure 3Bets callen, da alle wissen, dass ihr AsAs habt.
Es geht nun nicht darum, dass ihr mit 32 offsuit all-in pusht, nur damit ihr nächstes Mal eure Könige raisen könnt. Es geht vielmehr darum, eine gute Balance für gleiche Handlungen mit unterschiedlichen Händen zu finden, ohne sich auf einen Selbstmordtrip zu begeben. Als Beispiel nehmen wir an, ihr reraist immer nur mit einem Set oder besser einen Agressor. Nun werden die Spieler euch auf dem Flop eher nicht mehr mit TPTK ausbezahlen. Sobald ihr nun aber ab und zu einen Flushdraw raist, so vergrössert ihr eure möglichen Hände dramatisch (im Übrigen ist ein Raise mit einem Draw aus verschiedenen weiteren Gründen häufig gut). Analog sollte man beispielsweise ein Checkraise nicht nur mit superstarken Händen machen. Übertreibt es nur nicht, denn euer Ziel sollte sein, dass ein Gegner euch gerade eben zu viele mögliche Hände gibt, ohne dass ihr euch selbst schadet. Doch egal, wie gut ihr die anderen täuscht, gelesen werden könnt ihr immer.

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Beitrag Verfasst: Di 8. Jun 2010, 18:28 
 
Ted forrest fan dieser text ist wirklich gut gelungen und wird jedem der noch "kein Plan" vom handlesen bzw. Handanalyse hat sicherlich weiterhelfen.Sag mal wie lange hat es gedauer diesen text zu verfassen?
noch ein kleiner Verbesserungstipp: Beispiele die würden deinen Text helfen die sache besser verständlich zu machen für einen anfänger.
könnte man diesen artikel oben bei " interresante artikel" hinzufügen ?

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Beitrag Verfasst: Di 8. Jun 2010, 22:33 
 
wooooooow. way tl;dr :D

sehr solider post, wie lange hast daran gearbeitet? :o

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 12:35 
 
Vielen Dank für eure positive Rückmeldung :)

Ich werde sicherlich noch bei gegebener Zeit Beispiele einfügen, wie von Akidara vorgeschlagen. Dies wird allerdings auf unbestimmte Zeit vertagt.

Am Text schrieb ich in der Rohfassung vielleicht 90 Minuten. Dann kamen noch das Revidieren und die Formatierung, was mich noch ca. weitere 20 Minuten kostete. Dieser Beitrag war quasi eine vorgeholte Arbeit für den 3000. Post. Ich dachte mir nur, dass es nicht schaden könne, den bereits jetzt hier hereinzustellen.

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 12:49 
 
guter artikel ted. danke für deine mühe.

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 13:04 
 
bozzo hat geschrieben:
guter artikel ted. danke für deine mühe.


#2

auch wenn ichs mir noch nicht komplett durchgelesen hab :wink:

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 13:19 
 
Tolle Arbeit :D Zumindest vermute ich, dass es ist ;)
Wenn ich Zeit habe, werde ich mir den Artikel sehr gerne zu Gemüte führen :)


So einen Artikel zu schreiben ist halt unglaublich viel sinnvoller als einen ganzen Nachmittag nichts zu machen und vor sich her zu gammeln. Daher hat es sich auch bestimmt für dich gelohnt ;)

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Carpe Diem!

pokerface hat geschrieben:
Primeaux182 hat geschrieben:

PS: Ich liebe positiv denkende Personen :herz:


meaning in regard to my post? try not to gay up the answer! :D

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 14:02 
 
Auch von meiner Seite! Sehr guter Artikel! MFG

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 15:12 
 
Toller Artikel .. ich nehm ihn in die Liste der "Interessanten Artikel" auf!

Super gemacht!

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 18:13 
 
Ich will den Artikel und die Arbeit von Ted auf keinen Fall kritisieren, aber mir stellt sich die Frage: Wie glaubwürdig ist es, wenn ein NL5 Spieler versucht etwas über Strategie zu schreiben...

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 18:18 
 
irgendjemand hat geschrieben:
Ich will den Artikel und die Arbeit von Ted auf keinen Fall kritisieren, aber mir stellt sich die Frage: Wie glaubwürdig ist es, wenn ein NL5 Spieler versucht etwas über Strategie zu schreiben...


kommt auf den nl5 spieler an ;D ich glaube tff ist hier schon länger als ich und war immer mehr auf handreading bedacht als manch ein anderer von uns ( beim playmoney gibts halt keine tracker ;) )

ich denke also er weiß wovon er spricht, zumal es ja nicht falsch ist was er schreibt.

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 18:49 
 
irgendjemand hat geschrieben:
Ich will den Artikel und die Arbeit von Ted auf keinen Fall kritisieren, aber mir stellt sich die Frage: Wie glaubwürdig ist es, wenn ein NL5 Spieler versucht etwas über Strategie zu schreiben...


Ich könnte dies zu Recht als ziemliche Beleidigung auffassen. Allerdings kennen wir uns noch nicht lange genug, also bist du entschuldigt :wink:

Auf Nl 5 vegetiere ich nur herum, weil ich erst vor kurzem 18 wurde und daher noch eine kleine BR habe. Der Aufstieg auf Nl 10 ist schon in greifbarer Nähe. Ich spiele schon seit fast 6 Jahren diszipliniert NLTH und sollte daher doch ein bisschen etwas können :wink:

Falls du dennoch den Artikel schlecht findest, darfst du mich gerne auf die Fehler aufmerksam machen. Dies setzt jedoch zuerst ein Lesen voraus.

@Marcel

Cool, danke für die Aufnahme!

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Full House
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Registriert: Mi 3. Mär 2010, 19:16
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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 19:00 
 
Zitat:
Ich will den Artikel und die Arbeit von Ted auf keinen Fall kritisieren, aber mir stellt sich die Frage: Wie glaubwürdig ist es, wenn ein NL5 Spieler versucht etwas über Strategie zu schreiben...


Warum sollte er uns denn anlügen?

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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 21:12 
 
TFF ist überdurchschnittlich intelligent, hat lange Zeit geonetabelt und hand readet seit dem Kindergarten. Der kann das besser als manch anderer hier.

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BalugaWhale hat geschrieben:
It does not make our life easy for us to play, it makes our life correct. And more full of money.

pokerstar77 hat geschrieben:
Wer hier flamen will soll halt zu ps.de gehen.

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Registriert: So 13. Dez 2009, 20:26
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Beitrag Verfasst: Mi 9. Jun 2010, 22:48 
 
Versteht mich nicht falsch. Zu jedem guten Strategieartikel gehört auch (konstruktive) Kritik! :D
Es kann doch nicht alles schön und gut sein, das glaubt euch keiner :P

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