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Full Tilt Poker: Neuigkeiten und Spekulationen
22.09.2011

Full Tilt Poker: Neuigkeiten und Spekulationen

Full Tilt Poker: Neuigkeiten und Spekulationen

Nachdem die US-Justizbehörden ihre Anklage in Sachen Full Tilt Poker auf Howard Lederer, Chris Ferguson und Rafe Furst ausgeweitet haben, gibt es im Netz fast stündlich Neues zu lesen. Pokerworld24.org fasst die interessantesten News und Spekulationen rund um das Geschehen um den einstmals weltweit zweitgrößten Pokerraum zusammen. Vom Unternehmen selbst gibt es dabei übrigens genauso wenig etwas zu hören wie von der Alderney Gambling Control Commission (AGCC). Somit ist aktuell auch unklar, ob das in London angesetzte Hearing noch läuft oder bereits beendet ist. Erste Medien aus den USA spekulieren zwar bereits über den endgültigen Lizenzentzug durch die AGCC, offiziell ist aber noch nichts.

Klar ist hingegen, dass es sich für Howard Lederer und Chris Ferguson bei der Epic Poker League ausgespielt hat. Denn nach den bekannt gewordenen Vorwürfen gegen die beiden liegt ein Verstoß gegen die Ethikregeln der Epic Poker League vor. Der Ausschluss von Ferguson und Lederer erfolgte dabei im Interesse der anderen Spieler. Nicht in diesen Entscheidungsprozess involviert war dabei die Frontfrau der Epic Poker League, Annie Duke – die bekanntermaßen die Schwester von Howard Lederer ist. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass Chris Ferguson und Howard Lederer bislang bei den Epic Poker League Events nicht an den Start gegangen waren.

Derweil haben sich auch die ersten Full Tilt Profis zu Wort gemeldet. Als erster war Tom „durrrr“ Dwan in die Offensive gegangen und erklärte sich im 2+2-Forum. So wusste Dwan eigenen Angaben zufolge schon seit einiger Zeit Bescheid über die finanziellen Probleme bei Full Tilt Poker, allerdings war er in einer Zwickmühle, darüber öffentlich zu berichten oder die Staatsanwaltschaft zu informieren, da er dachte, die Spieler würden dennoch ihre Gelder erhalten. Nach eigenen Angaben war er in Irland, da Freunde von ihm bei Full Tilt Poker einsteigen wollten. Diesen wurden die Bücher vorgelegt und so bekam er Einsicht, wie es um Full Tilt steht. Zuvor sei ihm stets glaubhaft versichert worden, dass es getrennte Konten bei Full Tilt geben würde. Gus Hansen ließ über seinen Manager in Dänemark verkünden, dass auch er nichts von den Geschäftspraktiken von Bitar, Ferguson, Lederer und Co. gewusst haben will. Derweil hört und sieht man seit Wochen nicht von Phil Ivey. Das ließ nun in den USA die Spekulationen aufkommen, dass er ein Spitzel war und die US-Justizbehörden im Detail informierte. Allerdings gibt es natürlich auch hierfür keine stichhaltigen Beweise.

Ungeachtet der aktuellen Entwicklung soll es nach Angaben des Full Tilt Anwalts Jeff Ifrah weiterhin Interesse von Investoren an dem Pokerraum geben. In einem Interview mit Subject Poker erklärte Ifrah, dass sich nach wie vor potentielle Investoren im Augenblick in Gesprächen mit dem Unternehmen befinden würden. Dabei soll es sich um Investoren aus Frankreich handeln, die schon am 24. August in Dublin zugegen waren. Gespannt darf also verfolgt werden, ob es doch noch Rettung für Full Tilt Poker geben wird.

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Autor: M. Böning
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