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Ist Ali Tekintamgac ein Betrüger?
06.11.2010

Ist Ali Tekintamgac ein Betrüger?

Ist Ali Tekintamgac ein Betrüger?

Ali Tekintamgac ist von der Partouche Poker Tour in Cannes ausgeschlossen worden. Grund hierfür: der deutsche Pokerspieler, der im Mai dieses Jahres in Barcelona für einen der sehr raren deutschen Pokererfolge bei der World Poker Tour (WPT) sorgte, soll betrogen haben. Nachdem es Warnungen aus der Pokerszene gegeben hatte, sichteten die Verantwortlichen der Partouche Poker Tour die Aufnahmen des TV-Tisches und zogen diese Konsequenz. Demnach soll Ali Tekintamgac bis zum Erreichen des Finaltisches betrogen haben.

Die Macher von Partouche haben zudem Anzeige wegen Betruges gegen den deutschen Pokerspieler erstattet. Zudem wurde das Videomaterial der Staatsanwaltschaft übergeben. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht Ali Tekintamgac sogar eine Haftstrafe aufgrund der französischen Gesetze. Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten gab es rund um Tekintamgac Betrugsvorwürfe. Dabei soll es sich vor allem um Blogger handeln, die bei den Turnieren mit vor Ort sind und Tekintamgac die Informationen über die Hole Cards der Gegner zukommen lassen, beispielsweise über Zeichensprache. Bei der verdächtigen Hand in Cannes soll der Deutsche mit Ax Qx gegen Ax Jx gecallt haben. Schon bei der EPT Tallinn sollen die Blogger rund um Tekintamgac beispielsweise aus dem Saal verwiesen worden sein. All dies sind aber Gerüchte, konkrete Beweise gibt es bislang nicht.

Tekintamgacs Chips bei der Partouche Poker Tour in Cannes wurden jedenfalls einkassiert und das Preisgeld für den neunten Rang (110.300 Euro) soll für einen wohltätigen Zweck gespendet werden. Bei dem Turnier in Frankreich traten beispielsweise Stars wie Gus Hansen, Arnaud Mattern oder Erik Seidel an und leisteten den Buy-In in Höhe von 8.500 Euro. Insgesamt geht es hier um einen Preispool von 1,3 Millionen Euro. Am Final Table der nun verbliebenen acht von einstmals 759 Spieler geht Vanessa Selbst mit 3.951.000 als Chipleaderin ins Rennen, Tobias Reinkemeier ist mit 819.000 Chips ebenfalls mit von der Partie.

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Autor: M. Böning
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