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Marcel Vonk mit WSOP-Bracelet – Michael Keiner bei Main Event gescheitert
06.07.2010

Marcel Vonk mit WSOP-Bracelet – Michael Keiner bei Main Event gescheitert

Marcel Vonk mit WSOP-Bracelet – Michael Keiner bei Main Event gescheitert

Der Niederländer Marcel Vonk und Tomer Berda haben sich bei der 41. Auflage der World Series of Poker (WSOP) die letzten Bracelets vor dem Main Event gesichert. Marcel Vonk gewann Event 54 bei der WSOP 2010, ehe sich der Israeli soeben Event 56 sicherte. Unterdessen ist der Main Event mit Tag 1A gestartet. Die erste große Frage wird hier natürlich sein, wie viele Teilnehmer spielen letztendlich um den wichtigsten Titel des Jahres in der Pokerwelt.

Event 54 der WSOP 2010 war am gestrigen Montag auf den Final Table heruntergespielt worden, der am heutigen Dienstag ausgetragen wurde. Dabei war ein illustres Feld am Start, stammten die neun Teilnehmer des Final Tables doch aus vier Nationen. Die besten Chancen vor dem Start hatten die beiden Chipleader David Peters (2.653.000 Chips) und Marcel Vonk (2.253.000). Insofern war es nicht verwunderlich, dass sich der US-Amerikaner und der Niederländer bei dem $1.000 No Limit Texas Hold’Em Event gute drei Stunden später im Heads-Up gegenüberstanden – mit veränderten Vorzeichen, da Marcel Vonk nun den Chiplead übernommen hatte. So war es dann auch gute dreieinhalb Stunden später keine Überraschung, dass Vonk sein erstes WSOP-Bracelet gewinnen konnte. In der entscheidenden Hand setzte sich der Niederländer mit Ah 3h gegen Ks 8c durch, wobei der Flop mit 8h zwar eine weitere 8 aber auch Ac brachte, so dass sich Vonk am Ende über das goldene Armband und $570.960 freuen durfte. Für den US-Amerikaner blieben $350.803. Bei diesem Event 54 der WSOP 2010 schafften es natürlich auch deutsche Spieler in die 396 bezahlten Preisgeldränge, allen voran Raymond Stuwe aus Bielefeld (14./$27.365) und Michael Clees aus Berlin (24./$17.125).

Ein illustres Feld fand sich auch am Final Table des letzten Events vor dem Main Event wieder. Bei dem $2.500 No Limit Texas Hold’Em Wettbewerb hatten es neun der einstmals 1.942 Spieler an den Finaltisch geschafft. Diese neun Finalisten stammten dabei ebenfalls aus vier Ländern. Als Favoriten vor dem finalen vierten Tag gingen Salvatore Bonavena aus Italien (4,5 Millionen Chips) und Tomer Berda (3,4 Millionen) ins Rennen. Während für den Italiener am Ende nur der vierte Rang blieb, schaffte es der in den USA lebende Israeli Berda ins Heads-Up. Dort konnte er sich dann gegen den Russen Vladimir Kochelaevskiy durchsetzen und den Event 56 der WSOP 2010 gewinnen. Für Tomer Berda gab es beim vierten WSOP Cash das erste Bracelet sowie auch stolze $825.976. Beste deutsche Spieler unter den 198 bezahlten Spielern waren Benjamin Cole (32./$19.732) und Alain Medesan (40./$16.339).

Derweil startete im Rio in Las Vegas auch bereits der Main Event der WSOP 2010. Insgesamt 1.125 Spieler nahmen an Tag 1A die Karten in die Hand und aus deutscher Sicht gab es auch schon die ersten Enttäuschungen bei der $10.000 No Limit Texas Hold’Em Weltmeisterschaft. Denn PokerStars Pro Michael Keiner musste bereits am ersten Tag die Segel streichen. Er scheiterte mit drei Kings an einem Schweden und seinem Flush. Allerdings befand sich Keiner damit in guter Gesellschaft, ist die WSOP 2010 doch auch schon beispielsweise Geschichte für Greg Raymer, Chino Rheem oder Nick Schulman.

Autor: M. Böning
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