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Österreicher Josef Klinger erreicht Final Table der EPT Monte Carlo 2010
30.04.2010

Österreicher Josef Klinger erreicht Final Table der EPT Monte Carlo 2010

Österreicher Josef Klinger erreicht Final Table der EPT Monte Carlo 2010

Während sich die deutschen Spieler bekanntlich nach Tag 3 schon komplett von der PokerStars European Poker Tour (EPT) Monte Carlo 2010 verabschiedet hatten, wird ein Österreicher sogar am Final Table sitzen. Josef Klinger wird den letzten Tag des Grand Finals der 6. EPT-Saison mit 1.170.000 Chips in Angriff nehmen. Damit liegt er auf dem siebten Platz des Chipcounts der verbliebenen acht Spieler. Die Chancen auf das Siegerpreisgeld in Höhe von 1,7 Millionen Euro sind damit nicht allzu hoch, immerhin hat es Klinger aber unter 848 gestarteten Spieler bei dem 10.600 Euro Main Event in den finalen Tag geschafft. Da rund 8,5 Millionen Preisgeld bei der EPT Monte Carlo 2010 ausgespielt werden, hat der österreichische Pokerprofi und Schachgroßmeister übrigens bereits mindestens 140.000 Euro sicher – fast so viel wie alle sieben deutsche Spieler zusammen, die es in die Geldränge geschafft haben!Beste Chancen auf die Nachfolge von Constant Rijkenberg aus den Niederlanden auf den Gewinn der EPT Monte Carlo hat der Online-Qualifikant Nicolas Chouity aus dem Libanon. Er führt das verbliebene Feld an Tag 5 mit 10.280.000 Chips an sehr deutlich an – fast 40 % der verbliebenen Chips sind in seiner Hand.  Dahinter folgen der Kanadier Andrew Chen und der Franzose Mesbah Guerfi. Beide haben jeweils 3.670.000 Chips gesammelt und damit einen gewaltigen Rückstand auf den Chipleader. Shortstack am Final Table der EPT Monte Carlo 2010 ist Roger Hairabedian aus Frankreich mit 1.130.000 Chips.

Für gleich zwei Spieler kam an Tag 4 bei der EPT Monte Carlo ein eher seltenes Aus, sind doch Ax Ax als beste Starthand zu bezeichnen. Der Rumäne Claudiu Saizu scheiterte damit am Italiener Emanuele Rugini, dessen Pocket-Damen einen weitere Qx auf dem Flop trafen. Für den Rumänen blieb so nur Rang 20 und 50.000 Euro Trostpflaster. Jedoch erwischte es kurze Zeit später auch Rugini, der die EPT Monte Carlo 2010 auf Rang 14 beendete. Und auch der Kanadier Jean-Francois Talbot scheiterte mit Pocket-Assen. Er scheiterte am vorletzten Tag des Grand Finals der EPT-Saison 6 am überlegenen Chipleader Nicolas Chouity, dessen Ax Tx gleich von zwei Tx am Flop Unterstützung erhielt. Für Talbot blieb am Ende Rang 17 und ebenfalls 50.000 Euro.  Sami „LarsLuzak“ Kelopuro sicherte sich zum Abschluss der 6. EPT-Saison beim 10.600 Euro Main Event den 12. Platz, für den es stolze 80.000 Euro Preisgeld gab. Mit Ad 5d zog er gegen Ac 7c den Kürzeren, wobei sein Gegner Craig McCorkell nach dem Board aus Qc 4c 9s 3c 7s einen Flush vorweisen konnte.

Doch der Brite McCorkell gehörte genauso wie sein Landsmann Matt Perrins zu den unglücklichsten Spielern an Tag 5 der EPT Monte Carlo 2010.Matt Perrins lag bei noch zehn verbliebenen Spielern auf klarem Kurs Richtung Final Table, hatte er doch mit über drei Millionen Chip den zweiten Rang im Chipcount inne. Doch er benötigte nicht einmal eine halbe Stunde, um seinen Stack komplett zu verspielen, s dass er es nicht einmal an den Final Table schaffte, sondern mit Rang zehn und 100.000 Euro Vorlieb nehmen musste. Somit war McCorkell die letzte britische Hoffnung. Doch da er als nächstes den Tisch verlassen musste und mit Rang neun ebenfalls 100.000 Euro Preisgeld gewinnen konnte, platzten die beiden letzten britischen Hoffnungen kurz vor dem Final Table.

Erfreuliches aus deutscher Sicht gibt es übrigens vom High Roller Wettbewerb bei der EPT Monte Carlo zu vermelden. Denn während bei dem 25.000 Euro Event Größen wie Daniel Negreanu, Dario Minieri, Jeff Sarwer, Jason Mercier oder aber Viktor Blom, der ja immer wieder mit Isildur1 in Verbindung gebracht wird, ausgeschieden sind, hat Tobias Reinkemeier nach Tag 1 mit 457.300 Chips die Führung inne und beste Chancen auf das Siegerpreisgeld von einer Million Euro.

Chipcount nach Tag 4 bei der EPT Monte Carlo 2010

Nicolas Chouity, Libanon, 10.280.000
Andrew Chen, Kanada, 3.670.000
Mesbah Guerfi, Frankreich, 3.670.000
Dominykas Karmazinas, Litauen, 2.285.000
Aleh Plauski, Weißrussland, 1.695.000
Herve Costa, Frankreich, 1.590.000
Josef Klinger, Österreich, 1.170.000
Roger Hairabedian, Frankreich, 1.130.000

Autor: M. Böning
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