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Pokerprofi Ernest Scherer III bekommt lebenslänglich
23.05.2011

Pokerprofi Ernest Scherer III bekommt lebenslänglich

Pokerprofi Ernest Scherer III bekommt lebenslänglich

Der Pokerprofi Ernest Scherer III muss lebenslänglich wegen zweifachen Mordes ersten Grades hinter Gittern. Nach dem Indizienprozess sah es das Geschworenengericht als erwiesen an, dass der damals 29jährige im März 2008 seine Eltern aus Habgier tötete. Die Staatsanwaltschaft hatte auf das Plädoyer einer Todesstrafe verzichtet.

Ernest Scherer III war offenbar ein wenig erfolgreicher Pokerspieler, der mehr Schulden hatte, als er wohl jemals zurückbezahlen hätte können. Seine Eltern liehen ihm bereits $600.000, doch dem Urteil zufolge tötete der in Kalifornien lebende Pokerspieler damals seine Eltern mit Blick auf das Erbe von 1,5 Millionen US-Dollar, nachdem sie ihm den Geldhahn zudrehten. Dabei soll Ernest Scherer III seine Eltern mit einem Baseballschläger erschlagen und außerdem auch die Kehlen und Handgelenke durchgeschnitten haben. Auch wenn der Anklage die entsprechenden Beweise fehlten, erging nun das Urteil lebenslänglich ohne die Chance auf Bewährung aufgrund der Indizien.

Den Indizien zufolge hatte Scherer am Tag des Mordes 17 Stunden lang sein Mobiltelefon abgeschaltet, obwohl er normalerweise häufig telefoniert. Zudem gab es Videoaufzeichnungen, die sein Auto zur passenden Zeit am Tatort zeigten. Zudem wurde ihm wohl auch eine Kreditkartenabrechnung zum Verhängnis, da er Stunden vor dem Mord sein Auto auftankte und mit Karte bezahlte. Diese Tankstelle befand sich genau gegenüber dem Sportgeschäft, in dem die Tatwaffe – der Baseballschläger – gekauft worden war. Der verurteilte Pokerprofi leugnete die Tat bis zum Schluss.

Autor: M. Böning
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