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Vorstellung der Poker Variante Chinese Poker
07.04.2007

Vorstellung der Poker Variante Chinese Poker

Vorstellung der Poker Variante Chinese Poker

Heute stellen wir Euch unsere vorerst letzte Pokervariante in unserer Serie vor - Chinese Poker.

In den letzten Tagen haben wir Euch 7 Card Roll Your Own, Jackdaw, Double Suck, The Cross und Triple Draw vorgestellt. Alle Varianten werden demnächst auch unter Poker Regeln / weitere Pokervarianten zu finden sein.

Es bleibt noch zu sagen, dass die vorgestellten “Regeln” mehr eine Grundlage darstellen - der Fantasie und Kreativität sind schließlich keine Grenzen gesetzt.

Wenn Du selbe eine Idee für eine attraktive Pokervariante hast oder bereits in deiner Runde spielst - schreib uns - gerne auch im Forum oder via Mail.

Morgen beginnt schließlich unsere Turnierserie bei PKR mit $100 extra Preisgeld bei jeder der 8 Runden. Neben Texas Holdem, spielen wir an 2 Spieltagen Omaha. [mehr]



Chinese Poker

Poker bietet ein umfangreiches Arsenal an Varianten, aber kaum eine ist derzeit so beliebt wie Chinese Poker. Jeder Profi spielt es und man kann eine Menge dabei verlieren. Bestes Beispiel ist Phil Hellmuth. Ihm gelang es im Vorfeld der EPT Grand Finals in Monte Carlo mehr als $500.000 in diesem Spiel zu verlieren. Hauptnutznießer war dabei Phil Ivey. Hellmuth beschreibt es als den größten Verlust seines Lebens und wer um $2.000 pro Punkt spielt, kann davon ausgehen, dass derartige Swings im Bereich des Möglichen liegen. RegelnChinese Poker wird um Punkte gespielt, welche auf einem Zettel notiert werden können. Dabei entspricht jeder Punkt einem bestimmten Geldbetrag. Gespielt wird Chinese Poker mit 2 bis 4 Spielern wobei jedem Spieler 13 Karten ausgeteilt werden. Diese muss der Spieler nun in drei Händen aufteilen. Die Back- und die Middlehand umfassen je 5 Karten, die Fronthand 3 Karten. Dabei muss, gemäß dem normalen Pokerranking, die Backhand das beste Blatt sein. Die Middlehand muss schlechter als die Backhand sein, dafür aber besser als die Fronthand. Hierbei ist zu beachten, dass bei der Fronthand keine Straights oder Flushes zählen.Nachdem jeder Spieler seine Hände erstellt hat, ordnet er sie folgendermaßen vor sich an:
Die Backhand liegt direkt vor ihm, darüber die Middlehand und noch einmal darüber die Fronthand. Nun werden die Hände umgedreht und gemäß dem Scoring untereinander verglichen.ScoringObwohl verschiedene Varianten im Umlauf sind, ist die normalübliche Scoringmethode die “2-4” Regel, welche auf folgenden Grundsätzen basiert:

  • Schlagen zwei der eigenen Hände die zwei Hände des Gegners, gewinnt man zwei Punkte. Dem Verlier werden zwei abgezogen.
  • Gewinnt man alle drei Hände, erhält man vier Punkte. Dem Verlierer werden vier Punkte abgezogen.

Das mag zunächst kompliziert klingen, ist jedoch mit etwas Übung und logischem Denken durchaus schnell zu meistern. Hier ein Beispiel:Spieler 1:Backhand: Ad Jd 9d 5d 4d (Ace High Flush)
Middlehand: 2d 3h 4c 5s 6h (6 high Straight)
Fronthand: Kc Js 9s (King-high, Jack Kicker)Spieler 2:Backhand: 2h 3s 4s 5h 6s (6 high Straight)
Middlehand: Ac Ah Th 6c 5c (Pair of Aces)
Fronthand: 7h 7s Qc (pair of Sevens)Spieler 3:Backhand: Kh Kd Ks 2c 2d (Kings full)
Middlehand: Ts Tc Td 9c 4h (Trip Tens)
Fronthand: 3c 3d Qd (Pair of Threes)Spieler 4:Backhand: 8d 8c 8s 8h 6s (Quad Eights)
Middlehand: Jh Jc 7c 7d As (Jacks and Sevens)
Fronthand: Qs Qh 9h (pair of Queens)Daraus ergibt sich folgendes Bild:Spieler 1 vs. Spieler 2:Backhand: Flush von Spieler 1 schlägt Straight von Spieler 2
Middlehand: Straight von Spieler 1 schlägt Ass-Paar von Spieler 2
Fronthand: Siebenerpaar von Spieler 2 schlägt King High von Spieler 1.Resultat: Spieler 1 gewinnt 2 Punkte, Spieler 2 verliert 2 Punkte.Spieler 1 vs. Spieler 3:Backhand: Full House von Spieler 3 schlägt Flush von Spieler 1
Middlehand: Straight von Spieler 1 schlägt Trips von Spieler 3
Fronthand: Dreierpaar von Spieler 3 schlägt King High von Spieler 1.Resultat: Spieler 3 gewinnt 2 Punkte, Spieler 1 verliert 2 Punkte.Spieler 1 vs. Spieler 4:Backhand: Quad Eights von Spieler 4 schlägt Flush von Spieler 1
Middlehand: Straight von Spieler 1 schlägt Two Pair von Spieler 4
Fronthand: Damenpaar von Spieler 4 schlägt King High von Spieler 1.Resultat: Spieler 4 gewinnt 2 Punkte, Spieler 1 verliert 2 Punkte.Spieler 2 vs. Spieler 3:Backhand: Full House von Spieler 3 schlägt Straight von Spieler 2
Middlehand: Trip Tens von Spieler 3 schlägt Ass-Paar von Spieler 2
Fronthand: Siebenerpaar von Spieler 2 schlägt Dreierpaar von Spieler 3.Resultat: Spieler 3 gewinnt 2 Punkte, Spieler 2 verliert 2 Punkte.Spieler 2 vs. Spieler 4:Backhand: Quad Eights von Spieler 4 schlägt Straight von Spieler 2
Middlehand: Two Pair von Spieler 4 schlägt Ass-Paar von Spieler 2
Fronthand: Damenpaar von Spieler 4 schlägt Siebenerpaar von Spieler 2.Resultat: Spieler 4 gewinnt 4 Punkte, Spieler 2 verliert 4 Punkte.Spieler 3 vs. Spieler 4:Backhand: Quad Eights von Spieler 4 schlägt Full House von Spieler 3
Middlehand: Trip Tens von Spieler 3 schlägt Two Pair von Spieler 4
Fronthand: Damenpaar von Spieler 4 schlägt Dreierpaar von Spieler 3.Resultat: Spieler 4 gewinnt 2 Punkte, Spieler 3 verliert 2 Punkte.Damit kommen wir zu folgender Berechnung:Spieler 1: (+2, -2, -2) total= -2
Spieler 2: (-2, -2, -4) total= -8
Spieler 3: (+2, +2, -2) total= +2
Spieler 4: (+2, +4, +2) total= +8Bonus Hände:Je nach Spielrunde oder Spielort ist es auch möglich, dass man für bestimmte Hände (“Royalities” genannt) Bonuspunkte bekommt. Diese variieren jedoch von Ort zu Ort und können beliebig festgelegt werden. Typisch ist folgende Aufteilung:Straight Flush in der Middle- oder Backhand: 4 Punkte
Quads in der Middle- oder Backhand: 3 Punkte
Full House in der Middlehand: 1 Punkt
Trips in der Front Hand: 2 PunkteBesondere Hände wie ein 13 Card Flush bzw. Straight oder 6 Paare werden mit einem automatischen Sieg gegen den Gegner im Wert von 12 Punkten belohnt.Variationen:In den High Stakes Spielen während der Turniere ist eine Variante beliebt, bei der die Middlehand die bestmögliche Lowball Deuce to Seven Hand ist. Das Maximum, was erreicht werden kann ist 2-3-4-5-7. Straights oder Flushes zählen gegen einen.
Greg Raymer entwickelte eine 17 Karten Variante für maximal 3 Spieler. Dabei wird den drei bekannten Händen eine vierte Hand mit vier Karten hinzugefügt. Ziel ist es die beste Badugi Hand zu erstellen. Ziel in Badugi ist es die niedrigste Hand mit allen vier Farben zu erhalten. Asse sind niedrig und dementsprechend ist A-2-3-4 rainbow das bestmögliche.Fazit:Chinese Poker ist mehr als eine nette Abwechslung. Zwar hält sich der Skillfaktor im Vergleich zu anderen Pokervarianten in Grenzen, dennoch macht ein Abend Chinese Poker eine Menge Spaß und jeder der nach etwas Abwechslung auf dem Pokertisch sucht, sollte Chinese mal eine Chance geben.

Viel Spass beim Ausprobieren !!!

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