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Neuer Strategieartikel - Starthände und Position
24.07.2006

Neuer Strategieartikel - Starthände und Position

Neuer Strategieartikel - Starthände und Position

Starthände



In diesem Artikel werden wir ausgewählte Starthände besprechen. Dafür haben wir 5 Gruppen gebildet: hohe Paare, kleine und mittlere Paare, zwei hohe Karten, suited connectors (2 aufeinanderfolgende Karten in gleicher Farbe) und hoch-tief suited (eine hohe Karte und eine kleine Karte in der gleichen Farbe).

Gruppe 1 - hohe Paare

Ein Paar Jungen (Jacks) oder höher ist eine exzellente Starthand. Die Chance nach dem Flop ein Set (Drilling mit PocketPair) zu bekommen liegt bei knapp 12%. Außerdem besteht auch eine gute Gewinnchance, wenn man den Flop verpasst und dieser nur kleinere Karten zeigt (= OverPair). Generell gilt, dass man hohe Paare aggressiv verteidigen sollte, aber bei gefährlichem Board (Gemeinschaftskarten), wie z.B. 3 Karten einer Farbe oder offensichtliche Straight-Gefahr, ist selbst ein hohes PocketPair nicht mehr so stark.


Gruppe 2 - mittlere und kleine Paare

Starthände wie 2-2, 6-6 oder auch 8-8 sind in Texas Holdem nicht einfach zu spielen und es gibt viele Gespräche unter Spielern darüber, wie man sie am Besten spielt. Während man hohe Paare (siehe Gruppe 1) durchaus als made hands (fertige Hände) einstufen kann, entsprechen mittlere und kleinere Paare eher drawing hands (unfertige Hände). Die Chance auf ein Set
(Drilling mit PocketPair) mit dem Flop liegt bei knapp 12% bzw. 8 zu 1, d.h. in 9 Situationen bekommt man einmal das Set.
Um diese Paare profitabel zu spielen, braucht man also mehrere Gegner. Anders ist die Situation im Heads-Up, d.h. man spielt nur gegen einen Gegner. Wenn der Gegner selbst kein Paar sondern “nur” 2 OverCards (jede Karte höher als dein Paar) hält, kommt es zu der, im Fernsehen oft gesehenen, knappen Münzwurfentscheidung (50-50).


Gruppe 3 - zwei hohe Karten

Zwei hohe Karten offsuited (unterschiedlicher Farbe) sind für gewöhnlich eine spielbare Hand, aber keine sehr gute Hand. Während A-K (offsuited) fast immer und aus jeder Position gespielt werden sollte, ist K-10 (offsuited) oftmals wegzuschmeissen. Das gilt insbesondere dann, wenn man in Early oder auch Middle Position sitzt oder vor einem schon erhöht wurde.Wenn deine Karten suited sind, d.h. zwei Karten von derselben Farbe, kann man auch mal aus Middle Position spielen. Starthände wie K-Q (suited) oder K-J (suited) sollten aus jeder Position gespielt werden, bei einer Erhöhung
wird es etwas schwieriger. Schaue dann wie viele Gegner dann noch mitgehen bzw. mitgehen werden (soweit man das einschätzen kann).
Je mehr Gegner dabei sind, desto höher ist deine Bereitschaft zu callen. Aber denke immer daran, die Chance auf einen Flush (nach dem River) mit 2 Karten gleicher Farbe nicht zu überschätzen. Diese liegt nämlich nur bei 5,77 %.


Gruppe 4 - suited connectors

Unter suited connectors versteht man zwei aufeinanderfolgende Karten in der gleichen Farbe. Eine Starthand wie 9-10 (suited) ist gerade einmal mittelmäßig und sollte weder aus Early Position, noch bei einer Erhöhung gespielt werden. Es gilt hier wieder die Warnung, dass man die Chance auf einen Flush mit 2 gleichfarbigen Karten nicht überschätzen sollte (tatsächlich bei 5,77 %). Auch verschlechtern sich die Chancen auf einen Straight erheblich, wenn man anstatt 9-10, z.B. 8-10 hält. Suited connetors werden umso stärker, je mehr Spieler am Pot beteiligt sind (multiway pot). Grund dafür sind die steigenden Pot Odds.


Gruppe 5 - Hoch-tief (suited)

Ein Ass oder ein König mit einer kleinen Karte von gleicher Farbe ist vergleichbar mit Gruppe 4 und sollte auch so gespielt werden. Man sollte sich aber vor Augen führen, dass je weniger Spieler (weniger als 6) am Tisch sitzen, ein Ass umso stärker wird. Das kommt daher, dass die Chance auf ein weiteres Ass unter den Spielern (in den PocketCards) geringer wird.
Zum Beispiel ist ein Ass im Heads-Up, unabhängig von der Beikarte, sehr stark.

 


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