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WSOP News: Freddy Deeb gewinnt $50k H.O.R.S.E. Championship
01.07.2007

WSOP News: Freddy Deeb gewinnt $50k H.O.R.S.E. Championship

WSOP News: Freddy Deeb gewinnt $50k H.O.R.S.E. Championship

Der Sieger der 50.000$ H.O.R.S.E. Championship steht fest. Freddy Deeb hat es geschafft sich gegen 148 Gegner durchzusetzen und sich damit sein zweites Bracelet geholt. Deeb, geboren in Beirut, Libanon, ist schon lange in den High Stakes Spielen von Las Vegas zu Hause und kennt daher auch die Begebenheiten eines Mixed Games wie H.O.R.S.E. sehr gut. Doch natürlich waren auch seine Gegner alles andere als unbewandert in den fünf Spielen, die es zu schlagen galt.

Wie zu erwarten, konnte Thor Hansen an seinem dritten WSOP Final Table in 2007 nicht lange überleben. Nachdem er in der letzten Hand am vorigen Tag nur mit einem Hauch Chips zurückgelassen wurde, erwischte es ihm am Final Table in der ersten Hand. Das Spiel war Stud 8 or better und John Hanson schlug ihn in einer Hand ohne Low mit besseren zwei Paaren. Hansen erhielt für seinen achten Platz aber immerhin die respektable Summe von über 188.000$.

Danach wechselte die Spielart auf Limit Hold’Em, doch hier passierte nichts Außergewöhnliches. Im nächsten Spiel, Omaha Eight or better, war Barry Greenstein gegen den Franzosen Bruno Fitoussi All In - der Pot wurde jedoch geteilt. Fitoussi gewann den Hi Pot mit einem Full House und Greenstein das Lo mit einem 8 low. Doch nur zwei Hände später, in Hand #23, war es dann vorbei für das Mitglied vom Team PokerStars. Er ging preflop All In und wurde von Amnon Filippi und John Hanson gecallt. Durch einen bet vertrieb Filippi Hanson und gewann die Hand ohne Lo mit Trip 9 und einem Ace-Queen Kicker. Damit schied Greenstein auf Platz 7 aus und sammelte knapp 260.000$ für den guten Zweck.

Bis zum Spielwechsel (O8 zu Razz) wurden noch einige kleinere Potts und Splitts gespielt. In der Razz Phase sollte die Action jedoch weitergehen. Zunächst gewann John Hanson einen Pot im Wert von knapp 2 Millionen Chips gegen David Singer, der dadurch zum Shortstack wurde und kurz darauf ebenfalls die Segel streichen musste. Gegen Bruno Fitoussi ging es für ihn im Laufe einer Hand All in und Fitoussi erhielt an der sixth street seinen 9-8 low, um Singer drawing dead zu machen. Wieder erreicht der Stud-Spezialist nur den sechsten Platz im H.O.R.S.E. Event, was ihm dieses mal über 337.000$ einbrachte.

75 Hände und einiges Durchgehen der Spielarten sollte es dauern, bis mit Kenny Tran der nächste Spieler seinen Platz räumen musste. Das Spiel war Razz und mit nur noch 30.000 Chips war Tran schon mit dem Ante All In und am Ende war es Amnon Filippi, der ihn mit 7-6 low aus dem Turnier nahm. Kenny Tran konnte sich immerhin über 444.000$ freuen, Zehn Prozent gehen davon wie immer an seine Familie in Vietnam.

Noch einmal 35 Hände später war es dann auch für Filippi geschehen. Als Chipleader in den Tag gestartet, sollte es für den New Yorker nicht für den Titel und das Bracelet reichen. In einer Stud 8 hand ohne Low schied er mit zwei Paaren gegen einen nine-high Flush von Bruno Fitoussi aus und erhielt für seinen vierten Platz über 585.000$.

Die drei verbliebenen Spieler waren Freddy Deeb, Bruno Fitoussi und John Hanson, die sich in die Tradition des Heads Ups zwischen Chip Reese und Andy Bloch im vergangenen Jahr stellen sollte und an die bis zum Beginn der Dreifaltigkeit 149 gespielten Hände noch einmal fast 200 dranhängen sollten. Zwischen den Dreien sollte es hin und her gehen, bis in der Razzhand #315 John Hanson sich an die Rail begeben musste. Freddy Deeb zeigte Am Ende ein 6-5 low und Hanson muckte seine Hand. Für den dritten Platz und über 12 Stunden Arbeit erhielt er über 850.000$ und den wohl verdienten Applaus der Menge.

26 Hände sollte dann das Heads Up dauern, bis Freddy Deeb um 5 Uhr Ortszeit in einer Stud8 Hand zum finalen Schlag ausholen sollte. Fitoussi war zu diesem Zeitpunkt schon klarer Shortstack und schon in der ersten Setzrunde hieß es für ihn All In. Am Ende hielt Deeb ein Fünferpaar und ein 8-7-5-4-A low, um Fitoussi zu besiegen. Für seinen Erfolg erhielt Deeb, dessen bürgerlicher Vorname Kassem ist, neben dem so ersehnten Bracelet ein Preisgeld von 2.276.832$. Architekt Bruno Fitoussi musste sich mit 1.278.720$ zufrieden geben.

Im ESPN Interview nach dem Turnier sprach Deeb von einer großen Leistung. Er hätte großartig gespielt und den Sieg verdient. Im größten Turnier der Welt war es sein Schicksal so zu spielen. Allerdings hätte es das Glück nicht nur gut mit ihm gemeint, doch er überlebte alle Bad Beats und kam zurück. Dabei hätte sein „lucky shirt“ den Ausschlag gegeben.

Redaktion PokerWorld24.org
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