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Pokerspieler Andrew Black im Porträt

Andrew Black

Andrew Black

Dass es auch in Europa viele gute Spieler gibt, ist hinreichend bewiesen. Einer von diesen ist Andrew Black. Der Ire hat vieles gesehen und sieht die Welt durch seine Religion mit anderen Augen als so mancher anderer Pokerspieler. Trotzdem ist er seit Jahren stets erfolgreich unterwegs, sei es in den Staaten, in Europa oder in Australien.

Geboren am 20. Juli 1965 erlebte Black in seiner Kindheit und Jugend den Höhepunkt des nordirischen Konflikts, der das Land spaltete. Seine Mutter brachte ihm zu dieser Zeit das Pokerspiel bei, um ihn von dem Trubel außerhalb der Familie abzulenken. Auch in der Schule zeigte Black, dass er zu den begabteren Schülern gehörte und begann bald danach ein Jura-Studium am Trinity College in Dublin. In dieser Zeit, im Jahr 1986, begann Black auch das Pokerspiel intensiver zu verfolgen. Er wurde Mitglied der Pokerschule im Junior Common Room, dem schon vor ihm die irischen Pokerlegenden Donnacha O’Dea und Padraig Parkinson angehört hatten.

Mitte der 90er konnte Black seinen zunächst größten Erfolg feiern, als er 1997 den vierzehnten Platz im WSOP Main Event erreichen konnte. Hier wurde er Opfer seines Tischnachbarn Stu Ungar, der Black nicht nur alle Chips abnahm, sondern später auch das Turnier gewinnen sollte. Als Black ein Jahr später, mit einem Dokumentationsteam zusammen, zur WSOP zurückkehrte, lief für ihn nichts mehr zusammen und er entschied sich seine Pokerkarriere zunächst auf Eis zu legen.

Er verkaufte seinen Besitz, zog nach England und begann für fünf Jahre ein Leben in strenger Askese nach den Regeln des Buddhismus zu leben. Diese Zeit sorgte dafür, dass er seine Gefühle besser unter Kontrolle bekam und damit auch sein Pokerspiel verbesserte. 2004 kehrte er zurück in die Cardrooms und feierte zahlreiche Erfolge in den irischen Turnieren und 2005 erreichte er den Final Table des WSOP Main Events. Doch der fünfte Platz und die damit einhergehenden 1,75 Millionen sollten für Black, der als klarer Chipleader in den letzten Tag gegangen war, eher eine Niederlage als ein Erfolg sein.

Doch Black blieb am Ball und konnte sich in Turnieren der WPT, WSOP und EPT weitere Cashes sichern, wie zum Beispiel die 100.000$ für Platz 5 im Tournament of Champion 2006 - im Januar bei den Aussie Millions in Melbourne erreichte er erneut den Final Table eines großen Turniers. In einem Sideevent wurde er Zweiter für über 91.000$, im Main Event erreichte er Platz drei für über 550.000$. Im März folgte mit dem Grand Final der EPT in Monte Carlo ein weiterer Final Table, als Siebter gab es immerhin fast 320.000$.

Zwar ist ihm bisher der große Wurf in Form des Gewinnes eines großen Turniers nicht gelungen, aber man kann sich sicher sein, dass der anerkannte Pot Limit Omaha Spezialist Black nicht aufgeben wird. Doch auch ohne diesen Erfolg reicht es bisher für fast 3,3 Millionen Dollar an Gewinnen, die ihn zum erfolgreichsten irischen Pokerspieler machen. Weiterhin ist er die Nummer 3 aller Europäer im WSOP Money Ranking.

Abgesehen von seinen Pokeraktivitäten verbringt Black auch einen Großteil seiner Zeit damit sich für Wohltätigkeitsorganisationen einzusetzen, auch um damit seine Erfüllung als Buddhist zu finden.


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