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Pokerspieler Phil Ivey im Porträt

Phil Ivey

Phil Ivey

Pillip D. “Phil” Ivey wurde am 1. Februar 1976 in Riverside, Kalifornien, geboren. Kurz danach packte seine Familie die Sachen und zog quer durch die USA nach Roselle, New Jersey. Dort wuchs Ivey auf, während ihm sein Großvater seine erste Pokervariante beibrachte: Five Card Stud. Ivey wollte nun professioneller Pokerspieler werden. Sein Großvater versuchte noch, ihn durch Falschspiel davon abzuhalten, hatte aber keinen Erfolg. Ivey besorgte sich als Teenager einen gefälschten Ausweis, um die Kasinos von Atlantic City besuchen zu können. Dort vertiefte er sein Wissen und seine Fähigkeiten in allen Pokervarianten in zahllosen Stunden am Tisch und bekam seinen ersten Spitznamen: “No home Jerome”, weil sein gefälschter Ausweis auf den Namen Jerome ausgestellt war. 

Im Jahr 2000 nahm Ivey an der World Series of Poker teil. Im Event Nummer 14, ein $2.500 Pot Limit Omaha Turnier, erreichte er den Final Table. Mit ihm saßen dort unter anderem Phil Hellmuth, Thomas “Amarillo Slim” Preston, Dave “Devilfish” Ulliot und Markus Golser. Im Heads Up setzte er sich schließlich gegen Amarillo Slim durch, der von dem Youngster völlig überrannt wurde. Phil Ivey gewann sein erstes Bracelet und $195.000 Preisgeld.

2001 erreichte er erneut einen Final Table - wieder Omaha, nur diesmal Hi/Lo. Er schied auf Platz 6 aus und nahm $18.165 mit nach Hause. Dazu gesellten sich noch $4.775 für den 15. Platz in einem vorherigen Omaha Hi/Lo Turnier.

2002 schrieb Ivey bei der WSOP Geschichte. Er gewann die Limit 7-Card Stud Events #5 und #16 mit insgesamt $250.440 Preisgeld. Nun spielte er noch ein Mixed-Turnier. Im Event #23 erreichte er den Final Table mit Chris “Jesus” Ferguson und “Tilt Boy” Perry Friedman. Ivey hatte einen Lauf und bekam ständig gute Karten. Nachdem er alleine den halben Tisch auf die Zuschauerränge verbannt hatte, stand er nun im Heads Up gegen Diego “D-Train” Cordovez. Doch der Lauf hielt an und Ivey traf was er brauchte. Er gewann sein viertes Bracelet in seiner Karriere und das Dritte in diesem Jahr. Damit verewigte er seinen Namen neben denen von Ted Forrest und Phil Hellmuth als Spieler mit den meisten Siegen in einem Jahr.

In den Jahren 2003 und 2004 konnte Ivey mehrere große Cashs, unter anderem bei der World Poker Tour und auch bei der WSOP, einfahren, insgesamt etwa $1.500.000, doch diesmal kein Bracelet.

2005 war es aber wieder soweit. Ivey gewann Event #27, ein $5.000 Pot Limit Omaha Rebuy, für $630.685 und sein 5. goldenes Armband. Im November des Jahres spielte er in Monte Carlo das Monte Carlo Millions $25K No Limit Hold’em Event und strich für den ersten Platz die $1 Mio. ein. Wenige Stunden später spielte er beim FullTiltPoker.net Invitational Live gegen Chris Ferguson, John Juanda, Gus Hansen und Mike Matusow. Jeder brachte $120.000 mit, der Gewinner bekam alles. Ivey setzte sich im Heads Up gegen John Juanda durch und kassierte weitere $600.000.

2006 lief weiter, wie 2005 endete. Ivey cashte in den großen Turnieren. Außerdem wurde er vom All In Magazine, dem Bluff Magazine und den UK Gaming Awards gleich 3 mal zum Spieler des Jahres 2005 gewählt. Dazu kam sein Erfolg mit “The Corporation”. Eine Art Club, den Ivey Anfang des Jahres mit mehreren bekannten Pokerspielern gegründet hatte, um $10 Mio. zusammen zu bekommen. Ziel des Clubs war es, den Milliardär Andy Beal in Heads Up Matches herauszufordern. Nach 2 Wochen war der Club pleite. Es wurde eine Pause eingelegt, dann trat Ivey gegen Beal an. Nach 3 Tagen hatte Ivey bei Blinds von $50K / $100K die $10 Millionen zurückgewonnen und sogar noch $6,6 Millionen Gewinn erzielt. Daraufhin gab Beal bekannt, dass er sich vom Poker zurückziehen würde.

Im Januar 2007 erfolgte Iveys erster Auftritt bei “Poker After Dark”. Ein weiterer im Juni. Und auch hier schlug er sich gegen die stärksten Gegner hervoragend, nahm $250.000 mit nach Hause. Weitere Auftritte bei der WSOP und WPT bescherten ihm erneute Preisgelder in den vorderen Rängen, doch keine weiteren Armbänder. Ein Sieg bei der WPT blieb ihm weiterhin verwehrt.

Doch 2008 war es soweit. Im Februar saß Phil Ivey am Finaltisch der WPT LA Poker Classic. Mit ihm saßen dort Phil Hellmuth und Nam Le, doch Le eliminierte Phil Hellmuth und Ivey schickte Le nach Hause. Im Heads Up konnte sich Quinn Do zwei Hände lang wehren, bis Iveys erster WPT Sieg am 8. Final Table besiegelt war - das Preisgeld betrug $1 Mio. Bei der WSOP erreichte er einen Finaltisch beim $10K World Championship Seven Card Stud Event, bei dem er schließlich den 9. Platz belegte.

Seit vier Jahren hatte Ivey kein Bracelet mehr gewonnen. 2009 sollte es wieder anders werden. Er saß im Event #8 der WSOP, $2.500 No Limit 2-7 Lowball, am Final Table. Ihm gegenüber saß John Monnette, der sich nicht so einfach geschlagen gab, aber letzten Endes gewann Ivey auch hier und gewann sein sechstes Bracelet. Zehn Tage später, im Event #25, $2.500 Omaha/Seven Card Stud Hi-Low-8 or Better machte er sein siebentes Bracelet klar.

Doch dieses Jahr wollte er auch die Pokerkrone. Er wollte das Main Event gewinnen. Und er schaffte es bis an den Final Table am 7. November 2009. Leider kam er über die Position eines Small Stacks dort nie hinweg. Als sich mit :Ax :Kx die Chance zum Aufdoppeln bot, hatte er Pech, verlor gegen Darwin Moon’s :Ax :Qx und schied auf dem 7. Platz aus.

Der Weg nach Hause ist nicht weit, denn er wohnt mit seiner Frau in Las Vegas und so soll er eine knappe viertel Stunde danach schon wieder bei Full Tilt Poker, wo er exklusiv unter Vertrag steht, online gewesen sein und ging dort seinem täglichen Geschäft in den Cash Game Nosebleed-Limits nach.


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