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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 20:17 
 
So, ich hab es ja versprochen, dass sich mein 2000stes Posting mit Livepokern beschäftigen wird (und damit nicht immer nur Spam von mir kommt):

Einstieg ins Livepokern für Micro- bis Midstakes-Onlinegrinder:

Welches Limit ist das richtige?
Im Prinzip kann man „Online mal 10 ist gleich das richtige Livelimit“ rechnen. Wer also im Internet Micros spielt, wird zunächst auf 1/1 am besten aufgehoben sein. Wer im Netz schon 0,1/0,25 spielt, kann auf ½ sicher gut zurecht kommen und so weiter...
Turniermäßig sind die meisten der täglichen Casino-Liveturniere Turbos und am ehesten mit den 90er-SNGs auf FullTilt und den 180er-SNGs auf Pokerstars zu vergleichen. Wer dort erfolgreich ist, wird sich bei den Tagesturnieren mit buyins bis 100 Euro bestens zurecht finden. Für größere Liveturniere empfiehlt sich ohnehin auch schon eine gewisse Liveerfahrung, auch wenn Online-MTT-Spieler pokertechnisch da durchaus gut unterwegs sind. Viele sagen allerdings, dass Livepoker sogar ein komplett anderes Spiel als Onlinepoker ist - und ich persönlich sehe das eigentlich auch so.

Ich habe Angst vor dem Livespielen! Live spielt man nicht genügend Hände, um so profitabel wie im Internet zu sein.
Das sind die zwei häufigsten Gründe, die ich bisher gehört habe, warum Onlinespieler nicht an die Livetische wollen. Zunächst ist einmal zu sagen, dass keiner beim erstenmal Skifahren oder Radfahren nicht auf die Nase gefallen ist, das ist also kein Beinbruch.
Setzt euch eine Kappe auf, setzt euch eine Sonnenbrille auf, dann erkennnt euch niemand. Geht vorher in aller Ruhe duschen, zieht euch Sachen an, in denen ihr euch wirklich wohlfühlt und geht nie direkt von der Arbeit ins Casino. Am besten für den Start ist nach einem gemütlichen Samstag oder Sonntag. Und ganz wichtig: Ihr geht ins Casino, um Geld zu verdienen und Leute abzuzocken. Es geht um nichts anderes, also lässt eure möglichen Skrupel daheim. Wenn ihr euch zu Beginn unsicher fühlt, dann setzt euch einfach hin und foldet einmal die erste halbe Stunde jede Karte - das kostet euch maximal zweimal die Blinds und ihr habt dann auch einen Überblick, wer am Tisch wie spielt. Weiterer Vorteil: Ihr habt die Sicherheit und die Fische vermutlich schon ausgemacht.
Und zur hourly ist ganz einfach zu sagen: Ihr spielt das zehnfache eures Limits und könnt damit also locker den gleichen Profit machen wie auf zehn Tischen. In einer Nacht auf Tischen mit 1/1-er-Blinds lassen sich locker langfristig 100 bis 200 Euro machen*..wer schafft das online auf der Vergleichsstufe 0,1/0,25? Erst ab höheren Limits gibt es hier Probleme, da Livecashgamespiele ab 5/10 nur sehr selten stattfinden.

Sonnenbrille ja oder nein?

Daniel Negreanu hasst sie. Vor allem aus einem Grund: Sie geben Anfängern unheimliche Vorteile!
Turnierspieler verwenden Sonnenbrillen vor allem in den höheren Leveln, beim Cashgame sieht man sie vergleichsweise selten. Im Gegenteil, man wird sich an vielen Cashgametischen sogar Scherze anhören müssen. Ich rate dennoch vor allem aus einem Grund zur Sonnenbrille (mit dunklen Gläsern): Niemand weiß, wo ihr hinschaut. Ihr könnt geradeaus schauen und den Eindruck erwecken den Flop zu beobachten, aber schaut eigentlich auf den anderen Spieler, der sich unbeobachtet verhält. Wir kommen dazu noch später: Aber der Flop ist zu Beginn eigentlich vollkommen egal, der liegt in 30 Sekunden unverändert auch noch da. Schaut die Reaktion eures Gegners an, denn die ist meist nur kurz zu Beginn zu sehen, wenn die Karten umgedreht werden

Tells, gibt es das wirklich?

Wer sich Pokerübertragungen anschaut, wird sich wundern, dass selbst die besten Pros mitunter ihre Karten "verraten". Die Frage ist also nur, wie man diese Tells zur rechten Zeit erkennt, das ist das schwierigste daran. Denn jeder von uns verrät sich, egal ob Anfänger oder Superpro – nur wird das natürlich mit aufsteigendem Limit immer seltener.
Machen wir aber erst einmal einen kurzen Ausflug in die Hirnforschung: Das Hirn ist in verschiedene Teilbereiche aufgeteilt. Die erste Reaktion muss in der freien Natur sehr rasch gehen, damit bei Gefahr sofort eine instinktive Handlung gesetzt werden kann. Dafür ist das „limbische System“ verantwortlich, dass die Erstreaktion bestimmt. Erst danach schalten sich Gehirnbereiche ein, die rational denken. Auf gut Deutsch bedeutet das: Der Körper reagiert sofort (auf die Karten am Flop), das Hirn schaltet sich erst ein paar Millisekunden später ein. Und diese Millisekunden sind mitunter euer Gewinn beim Livepoker.
Für Tells gilt deshalb immer, dass der erste eher der glaubwürdigere ist als der zweite - denn das Hirn kann ja dann durchaus den Impuls geben, einen falschen Tell auszusenden oder zu unterdrücken.
Deshalb noch einmal der Rat: Wenn der Flop, Turn oder River aufgedeckt wird, richtet eure Augen auf euren Gegner und nicht auf die Karten. Im Gegensatz zum Onlinepoker ist die Reaktion des Gegners wichtig und nicht die Karten - ihr müsst nicht in zehn Sekunden handeln, ihr habt auch mal eine Minute Zeit, wenn ihr wollt.
So genannte „Reverse-Tells“ (umgekehrte Tells) sind natürlich möglich, bei diesen versuchen euch Live-Sharks absichtlich mit falschen Tells in die Irre zu führen. Dies ist aber so selten, dass man das eigentlich vernachlässigen kann - ich habe es bisher genau zweimal gesehen.

Die häufigsten Tells
[*] Jeder Pokerspieler hat zunächst eine Grundhaltung. Manche lümmeln am Tisch, andere liegen halb im Sessel, andere wiederum sitzen aufrecht wie ein Brett. Egal, wie jemand sitzt, das ist die so genannte Nulllinie. Wer sich von dieser wegbewegt (also nach hinten rückt) oder sich verkleinert, fühlt sich unwohl. Gleiches gilt für die Hände: Sie wandern weg vom Flop, sie werden von den Karten genommen. All das ist ein Hinweis, dass jemand keinen Treffer erzielt hat oder die verschlechtert hat. Man kann es so zusammenfassen: Wenn in der Mitte des Tisches plötzlich ein Feuer ausbrechen würde, dann lässt einen das „limbische System“ entsprechend zurückschrecken. Das gleiche passiert am Pokertisch bei schlechten Karten, der Körper rückt ab vom Mittelpunkt des Tisches.
Umgekehrt ist vorrücken (mit dem Körper oder mit den Händen) ein Zeichen von Stärke. Manche halten ihr beiden Holecards so fest, dass ja kein Luftstoß kommt, der ihre Asse davonweht. Genau deshalb ist es wichtig, den Gegner zu beobachten, wenn
Flop/Turn/River kommen und zunächst nicht die aufgedeckten Karten. Das ist ein enormer Vorteil, den ein Livespieler einem Onlinespieler voraus hat. Er kann so schon am Flop mitunter sensationelle Laydowns machen, die man im Internet vielleicht erst am River aufgibt (oder gar nicht).

[*] Manche verraten sich auch dadurch, wie sie ihre Chips in die Mitte schieben. Wer sie so richtig auf den Tisch knallen lässt, ist meistens eher schwach. Er will durch das Knallen seiner Chips eventuell seine Gegner vertreiben und so allen zeigen, dass er gebettet hat. Wer stark ist, gibt den Chips nur einen kleinen Schubs in die Mitte und hofft, dass vielleicht jemand gerade übersehen hat, dass sie ihre Asse angespielt haben.

[*] Ein Zeichen von Stärke ist es, wenn Leute ihren Chipsstapel anschauen. Man kann dann davon ausgehen, dass eine Bet folgt, denn sie schauen schon einmal im voraus, wie viele Chips ihnen zur Verfügung stehen. Noch stärker (=Monster) sind so genannte „happy feet“, das sind extrem tanzende Füße. Man sieht das natürlich nicht immer unter dem Tisch, aber es ist durchaus erkennbar am herumhüpfenden Hemd.

[*] Enorm wichtig ist es auch, bei den Spielern links zu beobachten, was sie mit ihren Karten und Chips machen. Während man beim Onlinepoker gleich seine Karten sieht, muss man sie live natürlich erst aufdecken. Am besten schaut man erst, wenn man an der Reihe ist. Viele machen das nicht und schauen schon vorher. Anschließend nehmen manche bereits ihre Chips in die Hand oder legen ihre Karten anders hin, wenn sie diese folden wollen. Wer beobachtet, wie das die Leute links von einem machen, kann enorme Positionsvorteile lukrieren. Schließlich ist es ein Unterschied, wenn man am Hijack sitzt und schon sieht, dass CO und Button ihre Karten entsorgen. Nicht so selten sitzt ihr damit quasi dreimal hintereinander am Button!

Wer mehr zu Tells wissen will, wird übrigens im Buch Hold’em and Reap (Mike Caro) fündig werden.

Der Start
Jetzt sitzen wir also das erste Mal auf einem Livetisch, sind etwas nervös und versuchen nur ja keinen Fehler zu machen. Und genau dann passiert es. Das sind nämlich die ersten Fehler, die Onlinespieler am Livetisch machen:
[*] Falsches Raise: Ihr spielt zum Beispiel gerade 1/1 und seid an der Reihe und wollt raisen. Ihr greift zu einem 5-Euro-Chip schiebt ihn in die Mitte und der Dealer sagt *Call*. Denn einen Chip in die Mitte zu schieben ist immer nur bezahlt. Ihr müsst also zwei Chips in die Mitte schieben oder *Raise* dazu sagen.

[*] Falsches Raise II: Wir wissen nun, dass wir mehr Chips reinstellen müssen, um zu raisen. Gleiche Situation und wir wollen auf sieben Euro raisen. Wir nehmen die Chips in die Hand und lassen diese langsam aus der Hand gleiten, Chip für Chip. Der Dealer sagt *Raise auf 5* und wir sagen *wtf?*. Der Fehler hierbei ist, dass die Chips immer auf einmal reingelegt werden müssen. Damit wird verhindert, dass man die Reaktion des Gegners beobachtet und dann schnell noch nachlegen kann.

[*] Richtiges, aber doch falsches Raise: Nachdem wir nun kapiert haben, dass es besser ist, ein Raise zu annoncieren, laufen wir oft gleich in den nächsten Fehler. Wir haben die Asse und um nur ja nichts falsch zu machen, sagen wir laut *Raise auf 7* und alle folden. Denn Livespieler entwickeln auch ein Gehör, wie laut jemand seine Raises annonciert*.je lauter desto stärker ist oft das Blatt. Wer dem entgehen will, sollte einfach richtig setzen und nichts sagen*das kann ein wenig dauern, ist aber auf lange Sicht erfolgreicher. Und nicht ärgern über die Fehler, die sind jedem schon passiert.

[*] Wichtig auch: Lasst euch in der Hand nicht anquatschen. Jedes Wort kann die Hand verraten und manche warten nur darauf. Eine billige Methode zum Beispiel: Wie viel Chips hast du noch? Einfach nichts sagen, die Chips sichtbar hinstellen und der Dealer muss eure Chips zählen und sagen, wie viele ihr habt. Ihr müsst während der Hand kein Wort reden. Und als Tipp noch dazu: Erzählt auch sonst so wenig wie möglich von euch, sagt niemanden, was eure Lieblingshand ist, wo ihr mit welcher Hand einen Bad Beat hattet oder was für Limit ihr online pokert,.hört einfach den anderen zu und saugt die Informationen der anderen ab. Viele Live-Pokerspieler sind Plaudertaschen. Lasst sie reden, wenn sie wollen. Unterdrückt euer eigenes Mitteilungsbedürfnis und verratet euch nicht. Wenn ihr erzählt, das 68s eure Lieblingshand ist, dann werdet ihr auf einem Flop mit 5-7-9 keine Auszahlung mehr bekommen. Aber: Merkt euch das umgekehrt natürlich, wenn das andere sagen.

[*] Ebenfalls wichtig: Der Spieler, der die letzte Aggression gezeigt hat (die letzte Bet, das letzte Raise) muss als erster seine Karten zeigen. Zeigt eure nicht davor. Ihr gebt sonst Informationen preis, die ihr nicht müsstet. Livesharks halten ihre Karten oft absichtlich lange zurück, damit andere freiwillig ihre Hände umdrehen. Sie zeigen euch ihre dann aber nicht, wenn sie geschlagen sind.

Die Unterschied online und live

Was Onlinespieler oft verwundert ist das vergleichsweise passive Spiel. Limpen ist Standard, es gibt viele „Familypots“ (mit sieben, acht Spielern) und die Action entwickelt sich fast immer erst am Flop.
Preflop sind 3-bets auf den kleineren Limits praktisch immer QQ+ oder AK, ganz selten auch einmal JJ.
Der Hintergrund ist ganz einfach: Einige Spieler sind vielleicht sogar extra mit dem Flugzeug angereist, um dort zu pokern, aber praktisch alle haben zumindest eine Autofahrt oder Busfahrt zum Casino. Nur wenige haben mehr als zwei, drei Stacks fürs Cashgame eingesteckt, und diese wollen sie nicht gleich verlieren - allein dadurch wird alles tighter. Auch im Liveturnier sitzen oft drei oder vier Freunde und wer als erster ausscheidet, wird von den anderen belächelt und/oder muss beim Cashgame auf die anderen warten. Gar nicht so selten folden manche deshalb auch noch am River, nur um nicht auszuscheiden. (Das kann man sich natürlich zunutze machen.)
Im Cashgame auf den niedrigeren Limits wird außerdem nur selten der Stack aufgefüllt wie bei Online. Deshalb sind kaum Spieler fullstacked am Tisch. Tightes Spiel und niedrige Stacks lassen deshalb nicht viel Platz für viel Preflop-Action. Bei 1/2 beispielsweise sind 200 das Maximum-buy-in, im Normalfall kaufen sich die meisten aber nur mit 100 Euro ein. Wer also nach drei Limpern raist, wird auf etwa 15 Euro kommen, eine 3-bet sind dann bereits 40 im Livegame und man sieht schon, dass es nicht weit ist, um potcommited zu sein. Einen Draw kann man so ebenfalls nur mehr schwer vertreiben. Nicht selten sitzen auch zwei oder drei Villains am Tisch, die gar nur mehr 40 oder 50 Euro vor sich liegen haben.
Lighte 3-bets, Preflop-Bluffs gibt es im Micro-Livegame praktisch nicht, tatsächlich sind normale 3-bets schon eine Rarität. Und ganz ehrlich: Würdet ihr euren einzigen oder zumindest letzten Stack mit einem 4-bet-Bluff riskieren, um euch dann auf der 200-Kilometer-Autofahrt nachhause grün und blau darüber zu ärgern?
Deshalb lohnt es sich durchaus, billig einen Flop zu sehen und dann dort die Gegner auszuspielen. Nicht zu vergessen ist, dass beim Livepoker niemand den genauen Wert des Pots und die Stackhöhen kennt. Raises sind insgesamt meist geringer als beim Onlinespiel und haben den gleichen Effekt.

Der richtige Zeitpunkt zum Livespielen
Wie bei Online gibt es natürlich Spitzenzeiten für eine hohe Rate an Fischen. Vor allem Freitag und Samstag Abend aber auch am Donnerstag und Sonntag ist dies meist am höchsten. Wer wirklich abcashen will, sollte schauen, wann das tägliche Liveturnier startet. Zu Beginn spielen oft die Begleiterinnen und dann kommen die schwachen Livespieler dazu, die aus dem Turnier geflogen sind. Etwa eine Stunde nach Start des Turnieres ist die Fischrate deshalb meist am höchsten. Oft sitzen dann nur noch ein, zwei Regs am Tisch und ihr könnt euch das Fischfilet aufteilen.


Der Faktor Mensch
„Mich freut es eigentlich nicht mehr, aber du bist mir sympathisch und ich will, dass du meinen Stack bekommst“, sagte der Pokerspieler und callte mit 27o mein all-in. Klingt nach einem Wunschtraum? Nein, ich habe das schon drei, vier Mal so oder so ähnlich bei Turnieren erlebt. Auch beim Cashgame gibt es Leute, die mich aus Prinzip nicht bluffen am Tisch oder die nur mir ihre Holecards zeigen.
Statt alleine im Jogginganzug oder gar nackt hinter dem PC zu sitzen, ist das Pokerspiel nun zu einer Kartenrunde mit Fremden geworden. Wenige Tische sind rein schweigend, bei manchen wird etwas mehr geredet und gar nicht so selten wird viel geblödelt (vor allem auf den Micro-Tischen). Aber der wichtigste Unterschied beim Livespiel ist, dass nun der Faktor Mensch in das Spiel eingreift. Der Gegner ist nicht mehr „villain“, sondern heißt Peter, Franz, Bogdan oder Achmed. Obwohl es um Geld geht, ist das ganze auch ein Spiel wie man eben einmal einen Brettspiele- oder Skatabend unter Freunden hat. Es ist nicht jeder ein Entertainer, aber es lohnt sich durchaus, sich Sympathien am Tisch zu erwerben. Oftmals zeigen mir die Spieler links und rechts ihre Karten bevor sie folden und ich kenne zumindest deren Ranges. Und wen blufft man wohl lieber aus der Hand? Den unsympathischen, stinkenden Kerl gegenüber oder die süße Blondine am Nebensitz? Und einem Freund zeige ich meine Holecards und dass er gerade einen guten Laydown gemacht hat. Den Unsympathler, der die ganze Zeit allen erklärt, dass sie alle spielen wie Donks, den lasse ich lieber im unklaren. Bleibt also zumindest höflich und beschimpft keine Fische, die am River den glücklichen Treffer gemacht haben…holt euch lieber das Geld zurück.

----------------------------------------
Edit:
Wie viel Trinkgeld gibt man?

Also ich mach es so:
Ganz kleiner Pot oder preflop entschieden: meistens nichts
Normaler Pot: 1-2 Euro
Großer Pot: 2-4 Euro
Jackpot: Fünf Prozent
(Das ist im mittleren Bereich, manche geben mehr, andere etwas weniger...bei kleineren Blinds wie 1/1 oder 1/2 kann man sich am unteren orientieren, bei größeren dann eben mehr)

Ihr müsst bedenken, dass die Dealer in (österreichischen) Cardrooms sogar zahlen müssen, dass sie die Karten am Tisch geben dürfen....üblich sind 7 bis 8 Euro pro halbe Stunde, die sie ans Cardcasino weitergeben. Sie leben also ausschließlich von dem Trinkgeld. In großen Casinos sind die Dealer oft angestellt, aber der Großteil des Gehalts besteht aich aus Trinkgeld....

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Emtec hat geschrieben:
Ich hab mal diese Tiltfiguren aus Schaumstoff mit meinen Zähnen zerissen ;)

strukk hat geschrieben:
Call-3bet find ich recht gut eigentlich.. um zu sehen ob villain 3bets called


Zuletzt geändert von DerIkeaElch am Fr 14. Jan 2011, 14:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 20:21 
 
und die lobeshymne? :(

tl;dr

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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 20:27 
 
vitti hat geschrieben:
und die lobeshymne? :(


Hatte zu wenige Stimmern, nur 4....die von dir, deinen Eltern und Poemmel :mrgreen:

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Emtec hat geschrieben:
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strukk hat geschrieben:
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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 21:10 
 
Richtig gut gemacht. Eine wirkliche Hilfe für die, die das Spiel mal Live ausprobieren wollen.
Sehr gut finde ich auch deinen letzten Absatz über die Freundlichkeit und Etikette am Tisch. Bedenkt das die Fishe im Grunde eure Kunden sind. Und einen Kunden behandelt man gut und zuvorkommend. Wir wollen ja auch noch die chips in seiner Tasche.
Was ich auch wichtig finde ist. Never teach the Fish.

Top Ikea.

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„The heroes in poker don't cheat.“ Howard Lederer... Desch hat schon ein Gschmäckle

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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 21:24 
 
sehr geiler 2k Post. gratz
:Ah

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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 21:28 
 
DerIkeaElch hat geschrieben:
Sonnenbrille ja oder nein?
Daniel Negreanu hasst sie. Vor allem aus einem Grund: Sie geben Anfängern unheimliche Vorteile!
Turnierspieler verwenden Sonnenbrillen vor allem in den höheren Leveln, beim Cashgame sieht man sie vergleichsweise selten. Im Gegenteil, man wird sich an vielen Cashgametischen sogar Scherze anhören müssen. Ich rate dennoch vor allem aus einem Grund zur Sonnenbrille (mit dunklen Gläsern): Niemand weiß, wo ihr hinschaut. Ihr könnt geradeaus schauen und den Eindruck erwecken den Flop zu beobachten, aber schaut eigentlich auf den anderen Spieler, der sich unbeobachtet verhält.


Ich empfehle folgendes Outfit:

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Ein Hai ist auch bloß ein Fisch, nur größer.
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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 22:14 
 
hi ikea, sehr netter post, sehr intressant, waer echt mal intressant das auszuprobieren :D in welchem kasino gibt es denn 1/1?
1/1 ist bb:=1 und sb:=1? oder

ich haette noch zu chipsrichtig setzen ne frage? zB wir sind 3handed, ich sitzt im btn, schmeiß ein fuenfeuro chip rein (einer), hba ich dann gecallt oder auf fuenf geraist?


noch ne frage :D
wir sind 9 handed, du sitzt im utg mit ner hand die du raisen willst (sagen wir JJ+,AQ+) auf wieviel raist du?

vor dir limepen 1-2 auf wieviel isolilierst du?

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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 22:19 
 
sehr nice!

jetzt hab ich richtig bock live zu spielen :)

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Overrunners - Sklansky Bucks are not enough

Parvex hat geschrieben:
Und wenn das Spiel gerigged ist, dann ja scheinbar zu unserem Vorteil (und dem Nachteil von Poemel ;) ).

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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 22:22 
 
wieso wird niemand vor der langeweile gewarnt wenn man mal 5 hands in a row foldet? ;P

guder post, tacker ich definitiv leuten auf die stirn die nicht versiert sind wenn's auf in's casino geht :)

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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 22:23 
 
just4grind0r hat geschrieben:
hi ikea, sehr netter post, sehr intressant, waer echt mal intressant das auszuprobieren :D in welchem kasino gibt es denn 1/1?
1/1 ist bb:=1 und sb:=1? oder

Ja, in Österreich gibt es ja nicht nur die offiziellen Casinos, sondern auch diverseste Cardcasinos. Die fangen mit 0,5/0,5 oder 1/1 an.....die offiziellen erst ab 2/5.

ich haette noch zu chipsrichtig setzen ne frage? zB wir sind 3handed, ich sitzt im btn, schmeiß ein fuenfeuro chip rein (einer), hba ich dann gecallt oder auf fuenf geraist?

Das ist ein Call, wenn du nichts sagst



noch ne frage :D
wir sind 9 handed, du sitzt im utg mit ner hand die du raisen willst (sagen wir JJ+,AQ+) auf wieviel raist du?

Hängt natürlich vom Tisch und den Blinds ab. Bei 1/1 würde ich 7 bis 11 setzen, bei 1/2 10 bis 16....darunter bekommst du einfach meist zu viele Caller.

vor dir limepen 1-2 auf wieviel isolilierst du?

Bei 1/1 hast du meistens Limper bis zu dir. Wenn du 1 bis 2 hast, dann sitzt du bestenfalls in MP und wirst auf 10 oder 11 raisen müssen, um wirklich zu isolieren. Bei 1/2 wird schon weniger gelimpt und du wirst mit etwa 12 bis 14 auskommen....


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Emtec hat geschrieben:
Ich hab mal diese Tiltfiguren aus Schaumstoff mit meinen Zähnen zerissen ;)

strukk hat geschrieben:
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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 22:25 
 
VfBpommes hat geschrieben:
sehr nice!

jetzt hab ich richtig bock live zu spielen :)


Wenn du wirklich nach Wien kommst mit vitti, dann werden wir das wohl auch tun....gibt ja tausend Möglichkeiten :wink:


psychop4th hat geschrieben:
wieso wird niemand vor der langeweile gewarnt wenn man mal 5 hands in a row foldet? ;P


Ganz ehrlich: Ich finde es nie fad. Ich beobachte die anderen Leute und schau auf Tells/Betting Paterns usw....oder ich höre andere Spieler aus und lass mir ihre Pokergeschichten erzählen (Range bestimmen)....verstehe also nicht, dass einem fad werden sollte....und notfalls schicke ich SMS oder Blackberry-Messages ;)

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Emtec hat geschrieben:
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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 22:30 
 
post macht def bock live zu spielen

nehmen wir an ich sitze mit 250 euro am tab 1/2 (10x5er chips und 5x50er) wie raise ich dann auf 4BB, ohne es anzusagen, muss ich dann immer wechseln? verraet mich das dann ncih, also wenn ich so nen lautstaerke tell habe, und muss ich dann immer vorbeugen und genug wechsel chisp haben?

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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 22:30 
 
DerIkeaElch hat geschrieben:
VfBpommes hat geschrieben:
sehr nice!

jetzt hab ich richtig bock live zu spielen :)


Wenn du wirklich nach Wien kommst mit vitti, dann werden wir das wohl auch tun....gibt ja tausend Möglichkeiten :wink:



haha - unbedingt bescheid geben - da würd ich meine kleinen studentenersparnisse auch glatt etwas anzapfen :D

reallife-poemmel tilt - bruha!

btw könntet ihr dann eig bei mir pennen, wenn ich grad sonst niemanden hier hab ;) 125m² sollten etwas platz bieten ;)

btt:

tl:dr - wenns aber tatsächlich soweit kommen sollte,werd ich ihn mir zu gemüte führen ;)

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Beiträge: 10203

Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 22:51 
 
wenn vitti seinen ausweis/reisepass endlich mal beantragt!
ich wär dabei ;)
ansonsten können sich ja gern auch noch andere pw24 anschließen!

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Parvex hat geschrieben:
Und wenn das Spiel gerigged ist, dann ja scheinbar zu unserem Vorteil (und dem Nachteil von Poemel ;) ).

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Beitrag Verfasst: Mo 10. Jan 2011, 23:02 
 
Also das freut mich ja, dass es hier einige gibt, die nun die Lust am Livespielen bekommen :wink:

just4grind0r hat geschrieben:
nehmen wir an ich sitze mit 250 euro am tab 1/2 (10x5er chips und 5x50er) wie raise ich dann auf 4BB, ohne es anzusagen, muss ich dann immer wechseln? verraet mich das dann ncih, also wenn ich so nen lautstaerke tell habe, und muss ich dann immer vorbeugen und genug wechsel chisp haben?


Ja, du solltest immer genügend Chips von jeder Sorte haben. Ich setze zB im BB und SB prinzipiell einen 5er oder 10er hin. Das hat auch den Vorteil, wenn ein Raise vor dir kommt zB auf 10, dann musst du nur klopfen (wie bei einem Check) und das gilt als bezahlt. Und sonst bekommst du den Rest in kleinen Jetons natürlich zurück. Aber manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden, dass man es auch ansagen muss.

VfBpommes hat geschrieben:
wenn vitti seinen ausweis/reisepass endlich mal beantragt!
ich wär dabei ;)
ansonsten können sich ja gern auch noch andere pw24 anschließen!


Also ein Führerschein reicht bei den Casinos in Wien, hehe. Und wie gesagt, ich organisiere gerne auch mal was, dass es ein Programm gibt und Pokern und so, wenn es mehr Interessenten geben sollte....Katrina kommt ja auch, wir können den Sommer ja einmal anpeilen deswegen....

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Emtec hat geschrieben:
Ich hab mal diese Tiltfiguren aus Schaumstoff mit meinen Zähnen zerissen ;)

strukk hat geschrieben:
Call-3bet find ich recht gut eigentlich.. um zu sehen ob villain 3bets called

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