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Big Chick
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Registriert: So 23. Mär 2014, 16:32
Beiträge: 56
Wohnort: Wien

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 11:34 
 
Hallo.

Ich habe eine vielleicht seltsame Frage.

Also ich spiele jetzt schon seit einiger Zeit 20NL, und habe mich auf über 2K raufgespielt.
Und da spiele ich immer noch, wenngleich ich zur Zeit alles an Buy-Ins, was ich an Profit erspiele, gleich wieder verpulvere in $2.50-$6 Multi-Table Donkaments, die mir ehrlich gesagt zum Haareraufen sind, weil soviel Varianz involviert ist? :wand:

Aber das ist eigentlich nur eine Randnotiz.

Jedenfalls, ich hab versucht NL50 zu spielen, weil ich mir gedacht hab .. naja, jetzt hast mehr als 40 Buy-Ins, das muss ja wohl reichen. Und obwohl ich weiss, das die Spieler auf NL50 besser und aggressiver sind, hab ich mich in einer Session hingesetzt und zwei Tables NL50 gespielt. Innerhalb einer Stunde waren 2 Buy-Ins weg, das sind $100 da war mir gleich anders zumute, das sind 5 20NL Buy-Ins. Ich hab mir dann im Laufe der Session 1.5 BI's wieder zurückgespielt, aber handeln konnte ich diese Summen nicht ganz.

Ich hab mir dacht, angenommen, irgednwann hab ich vielleicht einen 10 Buy-In Downswing das wär gleich ein Viertel meiner BR. Das würde dann wieder ewig dauern, bis ich mir das wieder erspiele.

Und so spiele ich wieder 20NL und denk mir, wenn ich irgendwann vielleicht 50-60 Buy-Ins habe, dann kann ich mich getrost auf 50NL Tische setzen - Play it safe, sozusagen.

Und nun zu meiner Frage: Eigentlich ist das ja nicht ganz normal, das man sich nicht zutraut höher zu spielen, oder?.

Weil das ist ja das Ziel jedes Pokerspielers (auch meines), die Stakes hochzklettern.

Wie lief/läuft das bei euch beim Stakesclimbing?

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Royal Flush
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Registriert: Sa 14. Apr 2007, 12:59
Beiträge: 1050
Wohnort: am PC

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 12:06 
 
Ich spiele meine MTTs auch mit einer Bankroll von >200 Buy-Ins. Ich fühle mich da einfach wohler und sehe da nichts unnatürliches dran wenn man eher auf Sicherheit bedacht ist.
Mein Gedankengang dabei ist derselbe wie bei dir. Packt mich mal ein Downswing von, sagen wir mal, 40 BI's dann juckt mich das bei einer sehr konservativen BR weniger als wenn ich nur mit ca. 100 BI's spielen würde.
Und ewig hochklettern will ich auch nicht. Ich will irgendwann mein Wohlfühllevel erreichen auf dem ich dann wohl bleiben werde und regelmäßig etwas auscashen kann. Auch wenn es nur 200 oder 300 € im Monat sind. Wer kann schon von sich sagen das sein Hobby ihm jeden Monat ein paar grüne Scheine einbringt? Bei den meisten Hobbys kostet es ebendiese Scheinchen. ;)

Knutson

_________________
Zitat:
<phobos> wo bleibt denn dieser kerl namens longrun der angeblich alles wieder in ordnung bringt?

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Cowboys

Registriert: So 10. Nov 2013, 19:08
Beiträge: 144

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 16:36 
 
Ist wohl persönlichkeitsabhängig ;) Aber gerade, wenn du auf NL50 dann scared Money gespielt hast solltest du solange NL20 weiterspielen bis du dich auf NL50 wohlfühlst und entspannt dort spielen kannst.

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Royal Flush
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Registriert: Mo 10. Dez 2012, 17:14
Beiträge: 1924

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 18:35 
 
Für MTTs würd ich min. 150+ Buyins anstetzen. Wenn du bei Cashgame möglichst kein einziges mal absteigen möchtest, empfehl ich dir ein min. 50+ Stacks BRM. hört sich konervativ an but wayne?

_________________
DerIkeaElch hat geschrieben:
ich wollte ihn eigentlich zum Folden bekommen.

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Royal Flush
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Registriert: Mo 9. Feb 2009, 11:23
Beiträge: 1201

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 19:28 
 
Tausche doch einfach einen Tisch NL20 in NL50. Dann kannst du dich langsam eingewöhnen.

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Hall of Fame
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Registriert: Mo 19. Jun 2006, 19:58
Beiträge: 9106

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 19:46 
 
150? 200? Ganz ehrlich: Das ist für 180s deutlich zu wenig, von Large Field MTTs mal ganz abgesehen. Die Varianz ist VIEL größer als gerne angenommen wird und Downswings können härter und länger sein, als gerne angenommen.

Ich habe es schonmal gepostet, aber ich wiederhole mich da gerne mal:

Ein 200 BI Downswing für einen 20% ROI Spieler in 180s passiert in 10.000 Turnier zu über 60%, ein 100 BI Downswing ist aber ca. 6500 Turnieren quasi garantiert - Und 20% in den 180s ist gut.

Bei 1,000 Seat MTTs kann 20% ROI Spieler in 10.000 Turnieren in 4 von 5 Fällen einen Downswing von 300 BI erwarten, 500 BI in 1 von 5 Fällen

Siehe auch:

mal-wieder-etwas-zum-thema-varianz-in-turnieren-t10850.html



Zum OP:

w3irdSpot bringt es schon ganz auf den Punkt, es ist eine Frage der Persönlichkeit. Es gibt Leute, die haben kein Problem damit ständig auf und ab zu steigen. Und es gibt andere wie dich, die sich auch bei einer BR von 50BI Gedanken machen. Wichtig ist, dass du für dich das richtige Maß findest, womit du am besten zurecht kommst, denn am Ende ist es am wichtigsten, dass du dein A Game spielen kannst.

Es gibt jedoch einen Weg, der akademisch das Wachstum der Bankroll betrachtet. Das ganze nennt sich Kelly Criterion.

http://forumserver.twoplustwo.com/15/po ... s-1064639/
http://forumserver.twoplustwo.com/showp ... stcount=11 ( Laut diesem Post ist 1/3 Kelly tendenziell der Standard, 1/4 eher nitty, also ggf. etwas für dich)
http://forumserver.twoplustwo.com/showp ... stcount=10
http://forumserver.twoplustwo.com/25/pr ... as-899641/

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BalugaWhale hat geschrieben:
It does not make our life easy for us to play, it makes our life correct. And more full of money.

pokerstar77 hat geschrieben:
Wer hier flamen will soll halt zu ps.de gehen.

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Cowboys

Registriert: So 10. Nov 2013, 19:08
Beiträge: 144

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 20:06 
 
Also ich habe absolut keine Ahnung von der Varianz von MTTs. Unabhängig davon sehe ich allerdings durchaus ein prinzipielles Problem darin overrolled zu spielen. Man verzögert seinen Fortschritt und steigt zu langsam die Limits auf. Solange es dir allerdings Bauchschmerzen bereitet mal eben 2 Stacks zu verlieren, dann solltest du vermutlich vorsichtig sein.

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Registriert: Mo 23. Nov 2009, 17:14
Beiträge: 6367

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 20:20 
 
Für Stars gibt es auch ein Programm, dass m Tisch alles in bb anzeigt. Da merkt man dir limit Unterschiede nicht so

Du musst dir allgemein angewöhnen, dass du mit Chips spielst und es erst Geld ist, wenn du es auscashhst. Die Chips ermöglichen es dir höhere Level zu spielen. Wie bei einem Computerspiel. Ich hatte am Anfang auch Hemmungen, als es das erste mal darum ging eine 3 stellige Summe in die Mitte zu schieben.

Gesendet von meinem HTC One X mit Tapatalk

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BiteMyShinyMetalAss hat geschrieben:
Ich spiele bis ich wieder breakeven bin oder eine neue Paysafekarte brauche...


DerIkeaElch hat geschrieben:
War halt ein Fisch und ich wollte ihn bei Laune halten... :roll: :oops:

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Registriert: Mo 19. Jun 2006, 19:58
Beiträge: 9106

Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 20:24 
 
w3irdSpot hat geschrieben:
Unabhängig davon sehe ich allerdings durchaus ein prinzipielles Problem darin overrolled zu spielen. Man verzögert seinen Fortschritt und steigt zu langsam die Limits auf.


Deswegen ja Kelly. Das optimale Wachstum der Bankroll immer im Auge.



Was wichtig ist, das man sich testet und seine Komfortzone auch mal verlässt. Es bringt sicher nichts ewig auf NL20 zu verharren, bis man auf einmal 100BI für NL50. Man muss sich testen und challengen, sonst wird man sich nie an das neue Level gewöhnen. Aber dafür gibt es ja Shots. Man nimmt sich zB vor eine Session oder eine bestimmte Anzahl an Händen auf dem neuen Level zu spielen und dann wieder für eine vorher definierte Periode auf das alte Level zurück zu gehen, egal was passiert. So kommt man langsam rein, bis man irgendwann ganz umsteigen kann.

Aber erzwingen kann man es eben nicht. Und wenn man absolut nicht damit klar kommt NL50 zu spielen, dann sollte man Nl20 nicht overrollt spielen, sondern sich damit abfinden, dass man vorerst seine Grenze erreicht hat und sich darüber freuen, dass auch auf NL20 ein nettes Taschengeld heraus zu spielen ist.*



Natürlich gilt dabei immer das, was Marc sagt: Man muss sich vom als Spieler vom Geld dissoziieren. Es handelt sich bei der Bankroll um reines Kapital, nicht um Vermögen. Man kann damit nichts anderes machen als Poker spielen. Einkäufe, Reisen oder Konzertkarten sind damit nicht drin.



/edit:

* Wobei einige selbst in dieser Phase in meinen Augen eine BR anstreben sollten, die über dem mentalen Minimum liegt, denn für diese Spieler kann es besser sein, einen konstant Fluss an Auszahlungen zu haben als die Auszahlungen an den Schwankungen der Winrate fest zu machen. Und durch so einen Buffer erlaubt man sich eben auch Cash-Outs, wenn die Entwicklung mal nicht ganz so rosig war ohne in eine Position zu kommen, wo man erneut an seiner BR zweifelt.

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BalugaWhale hat geschrieben:
It does not make our life easy for us to play, it makes our life correct. And more full of money.

pokerstar77 hat geschrieben:
Wer hier flamen will soll halt zu ps.de gehen.

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Big Chick
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Registriert: So 23. Mär 2014, 16:32
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Beitrag Verfasst: Di 1. Apr 2014, 21:46 
 
Klasse Replies, danke euch!

Vom Kelly Criterion hatt' ich schon in den Jose Macedo Interviews von Pokerstratgy gehört, werd mir die Threads auf 2+2 gut durchlesen.

Für mich ist es glaub ich (jetzt rein vom psychologischen her) gar nicht so sehr jetzt rein der Gedanke an die Kohle selbst, die ich verliere .. sondern eher mehr der Gedanke, das es so mühsam ist, sich dann wieder raufspielen zu müssen .. was wieder Zeit und Nerven (Downswings/Tiltcontrol) kostet.

Ich habe auch gemerkt, seitdem ich overrolled spiele, tilte ich so gut wie gar nicht mehr. Da stackt mich ein Fisch in einem 3Bet Pot in dem ich KK habe, weil er aufn Flop eine Q trifft und am Turn zusätzlich noch Damenbesuch bekommt, und ich kann schon fast darüber schmunzeln.

Und früher (5NL/10NL Zeiten), da bin ich manchmal schon getiltet, ohne das ich überhaupt in einer Hand involviert war, sondern bloss weil ein Spieler am Tisch mehr Chips hatte als ich.

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Registriert: Mo 23. Nov 2009, 17:14
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Beitrag Verfasst: Mi 2. Apr 2014, 00:44 
 
Hast du schon the poker mindset gelesen?

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BiteMyShinyMetalAss hat geschrieben:
Ich spiele bis ich wieder breakeven bin oder eine neue Paysafekarte brauche...


DerIkeaElch hat geschrieben:
War halt ein Fisch und ich wollte ihn bei Laune halten... :roll: :oops:

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[x] Trifecta
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Registriert: So 22. Feb 2009, 01:05
Beiträge: 2121

Beitrag Verfasst: Mi 2. Apr 2014, 07:41 
 
Parvex hat geschrieben:
Und früher (5NL/10NL Zeiten), da bin ich manchmal schon getiltet, ohne das ich überhaupt in einer Hand involviert war, sondern bloss weil ein Spieler am Tisch mehr Chips hatte als ich.


lol :mrgreen:

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Am Ende wird alles gut - und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.

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Big Chick
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Registriert: So 23. Mär 2014, 16:32
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Wohnort: Wien

Beitrag Verfasst: Mi 2. Apr 2014, 09:14 
 
Terrorist Mastermind hat geschrieben:
Hast du schon the poker mindset gelesen?

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Ich kenne das Buch, aber gelesen habe ich es noch nicht.

Was mir (glaube ich) in Mentaler Hinsicht geholfen hat - Insofern zu verstehen, warum sich Tilt eigentlich gar nicht auszahlt - war Tommy Angelos "Elements of Poker".

Das ist ein Buch, das jeder Pokerspieler glaube ich gelesen haben muss.

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Registriert: Mo 23. Nov 2009, 17:14
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Beitrag Verfasst: Mi 2. Apr 2014, 11:29 
 
Ebenso wie da poker mindset

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BiteMyShinyMetalAss hat geschrieben:
Ich spiele bis ich wieder breakeven bin oder eine neue Paysafekarte brauche...


DerIkeaElch hat geschrieben:
War halt ein Fisch und ich wollte ihn bei Laune halten... :roll: :oops:

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