Alles über Online Pokern
Poker lässt Kassen der Steuerbehörden klingeln
04.11.2016

Poker lässt Kassen der Steuerbehörden klingeln

Poker lässt Kassen der Steuerbehörden klingeln

In diesen Tagen reiben sich manche Steuerbehörden kräftig die Hände mit Blick auf Poker. Dies gilt in erster Linie für das gerade ausgetragene WSOP 2016 Main Event in Las Vegas. Doch auch das Finanzgericht Münster urteilte einmal mehr zu Ungunsten eines Pokerspielers.

Blicken wir aber zunächst auf das $10.000 Main Event der World Series of Poker (WSOP). Beim Blick auf die Platzierungen am Finaltisch wird schnell klar, wer der größte Gewinner ist. Auf den ersten Blick würde manch ein Beobachter auf Qui Nguyen tippen. Doch weit gefehlt: am meisten kassiert die Bundessteuerbehörde der USA, wie die Daten von Taxable Talk aufzeigen.

So beispielsweise geht Qui Nguyen nicht mit den kompletten $8.005.310 nach Hause. Dem neuen WSOP Main Event Gewinner aus den USA bleiben nach Abzug der Steuern gerade einmal $4.682.153! Insgesamt darf sich die US-Bundessteuerbehörde dem Bericht zufolge über $8.108.024 freuen. Der einzige Spieler am Finaltisch, der seinen kompletten Gewinn kassiert, ist Kenny Hallaert. Denn der auf Platz sechs platzierte Belgier muss keinen Cent Steuern abführen.

Unterdessen hat das Finanzgericht Münster mal wieder zugeschlagen. So wie die Finanzrichter aus Münster schon vor zwei Jahren Jens Vörtman zur Zahlung von Umsatzsteuer auf Pokergewinne verdonnerten, wurde nun ein weiterer vermeintlicher Pokerprofi zur Kasse gebeten. Der namentlich nicht genannte Spieler erzielte demnach von 2005 bis 2007 Gewinne bei Cashgames und Pokerturnieren. Dieser Spieler soll an 91 Turnieren mit Buy-Ins zwischen $500 bis $800 in verschiedenen europäischen Ländern teilgenommen haben.

Bei einer Hausdurchsuchung bei dem Spieler wurde eine komplette Aufstellung des Spielers über seine Gewinne, die Startgelder, Gewinnbeteiligungen, Reisekosten und Trinkgelder gefunden. Anhand dieser Liste veranschlagte das zuständige Finanzamt entsprechend Einkommens- und Gewerbesteuer. Der Spieler klagte gegen den Steuerbescheid mit dem Argument, dass Poker ein Glücksspiel sei. Doch einmal mehr widersprach dem das Finanzgericht Münster und urteilte, dass der Pokerspieler seine Gewinne aus Turnieren und Cashgames zu versteuern habe.

 

Bet-at-Home Poker

Autor: M. Böning
Alle Rechte vorbehalten.