Alles über Online Pokern
WSOP 2015: Finanzbehörden kassieren, 888poker feiert
13.11.2015

WSOP 2015: Finanzbehörden kassieren, 888poker feiert

WSOP 2015: Finanzbehörden kassieren, 888poker feiert

Nachdem die World Series of Poker (WSOP) 2015 nun endgültig Geschichte ist und Joe McKeehen zum Main Event Gewinner gekürt wurde, verschwindet die WSOP immer noch nicht ganz für dieses Jahr vom Radar. Dafür sorgen die Finanzbehörden. Zudem widmet 888poker dem WSOP Gewinner zwei Freerolls.

Denn bekanntlich hatte 888poker Joe McKeehen vor dem Finaltisch drei Spieler des Final Tables unter Vertrag genommen, darunter auch den großen Sieger im Rio All-Suite Hotel und Casino. Während er sich ein Preisgeld von $7.680.021 sicherte, dürfen sich die Pokerspieler von 888poker nun über eine interessante Aktion von 888poker freuen. Spontan wurden nämlich zwei Freerolls aus der Taufe gehoben. Auch wenn das erste schon verstrichen ist, so könnt Ihr immerhin noch das zweite Freeroll zu Ehren von Joe McKeehen bei 888poker nutzen. Dieses wird heute um 21:05 Uhr veranstaltet. Das $10.000 Winner Celebration Freeroll findet Ihr in der Lobby von 888poker.

Der mit Abstand größte Sieger des WSOP 2015 Main Events war aber nicht Joe McKeehen. Denn noch mehr Grund zum Jubeln haben die Finanzbehörden. Denn jeder der US-amerikanischen Spieler muss nämlich seine Gewinne am Finaltisch versteuern. So muss beispielsweise Joe McKeehen gleich an drei Finanzbehörden Geld abführen. Die Bundessteuerbehörde der USA kassiert dabei $3,07 Millionen von ihm, der Bundesstaat in dem er lebt, darf sich über 260.000 US-Dollar freuen und selbst seine Wohngemeinde North Wales Boro nimmt noch $77k. Somit also geht fast die Hälfte des Gewinns an die Steuerbehörden.

Doch auch bei den weiteren Finalisten schlagen die US-Finanzbehörden ordentlich zu. Noch schlimmer – rein prozentual gesehen – erwischt es sogar die beiden Spieler, die nicht aus den USA stammen. Denn Ofer Zvi Stern aus Israel muss nicht nur in den USA Steuern bezahlen, sondern auch in Israel, da es im Steuerabkommen zwischen Israel und den USA keinen Hinweis auf Glücksspiele gibt. Genauso ergeht es Federico Butteroni. Der Italiener, der Achter wurde, muss insgesamt knapp 48 Prozent seiner Gewinne abführen. Insgesamt kassierten die Finanzbehörden Medienberichten zufolge $10,6 Millionen der $24,8 Millionen, die am Finaltisch gewonnen wurden – also gut 43 Prozent.

Der einzige, der davon nicht betroffen war, ist der bekannte belgische Pokerprofi Pierre Neuville – vielleicht auch der einzige Finalist, der ohne Staking ausgekommen ist. Denn das Steuerabkommen zwischen den USA und Belgien beinhaltet auch Glücksspielgewinne. Hinzu kommt, dass er diese Einnahmen auch in seiner belgischen Heimat nicht versteuern muss. Somit bleiben Neuville also die kompletten $1.203.293 für Rang acht.

Everest Poker

Autor: M. Böning
Alle Rechte vorbehalten.